Drei Wochen mit dem Kindle 3 Mon, Jan 17. 2011
Ich muss vorwegschicken: ein Viel-Leser von Literatur bin ich nicht gerade.oO(jetzt stöhnt nicht gleich auf!). Ich lese Fachliteratur, einige Zeitungen, Zeitschriften und… "das Internet".
Informiert hatte ich mich nicht besonders, von einer Bekannten, die sich einen Kindle 2 besorgt hatte, hatte ich nur gehört, der Kindle 3 habe derzeit das beste e-Ink-Display.
Wer noch nicht weiß, was ein Kindle ist und was er für fancy Features hat, darf jetzt runterscrollen und nachschauen.
Papers!
Wenn man so die Blogs liest, ging es wohl noch anderen genau so: Ich wollte den Kindle gern haben, um wissenschaftliche Aufsätze und Texte zu lesen, die ich als Infot praktisch ausschließlich digital, genauer gesagt größtenteils als PDF, bekomme. Am Bildschirm zu lesen empfinde ich zwar nicht als so schrecklich, dass ich mir alles ausdrucken müsste, dennoch finde ich es sehr angenehm, vom e Ink-Display zu lesen.
Außerdem lässt sich der Kindle eher auch mal im Bus und in der Bahn auspacken als ein Notebook.
PDF-Darstellung
Leider ist die PDF-Darstellung dann auch gleich schon ein großes Manko, denn aus irgend einem Grund ist diese nicht besonders gut ausgeführt.
Wird ein A4-PDF mit Fließtext in etwa der gängigen 12pt-Schriftgröße als ganze Seite auf dem Bildschirm dargestellt, so ist der Text für mich noch gerade lesbar. Ich kann aber auch noch relativ kleine Schrift lesen. Es stehen mir jetzt die Vergrößerungsmodi 150%, 200%, 300% und "actual size" zur Verfügung.
Fließt der Text über die gesamte Breite der Seite, muss ich bei 150% etwa immer zwischen zwei Spalten hin- und herspringen. Bei 300% kann ich nicht etwa einfach über die Seite scrollen (wie beispielsweise im mitgelieferten WebKit-Browser) sondern nur Spaltenweise. Sollte dabei am Anfang der Zeile etwa immer ein paar Zeichen fehlen, bin ich gezwungen, zwischen den beiden Schritten hin- und her zu wechseln.
Immerhin lässt sich der Bildschirm in 90°-Schritten rotieren, allerdings nur manuell und nicht mittels Lagesensor.
Für PDFs steht die Möglichkeit, wie im Browser (s.u.) in einen "Article Mode" zu springen, leider nicht zur Verfügung, obwohl die meisten PDFs den Text auch als Fließtext zur Verfügung stellen könnten.
Browser
Der Browser hat es mir angetan. Ich finde den wunderbar und finde es sehr angenehm, damit zu Blogs, die Wikipedia etc. zu lesen.Wie schon oben erwähnt, gibt es die Möglichkeit, in den "Article Mode" zu springen, bei dem auf die normale Seitendarstellung verzichtet wird und nur der Text als Fließtext dargestellt wird, d.h. er wird auch auf die Seitengröße umgebrochen.
eine eigene E-Mail-Adresse
Jedem Kindle ist, wenn er mit einem Amazon-Konto verbunden ist, eine E-Mail-Adresse zugewiesen. Strikt, über eine Whitelist dürfen darauf nur bekannte E-Mail-Adressen (bzw. Hosts) Dokumente senden.
Amazon nennt es dann Whispernet, wenn sie einem Bücher und Dokumente auf alle angeschlossenen Geräte und Plattformen (es gibt auch Kindle-Software für den PC oder beispielsweise Android-Fone) syncen.
Da der Kindle auch HTML-Dateien darstellt, war nur eine gewisse UTF-8-geschuldete Frustration nötig, rss2email zu modifizieren, sodass es mir jetzt Feeds als E-Mail-Attachments zusendet.
Bedienbarkeit
"Ist das kein Touchscreen?" - nein, ist es nicht und ich finde auch nicht, dass es einer sein muss. Es wird nicht alles besser, wenn man ihm einen Touchscreen verpasst. Allerdings ist es wirklich so, dass es für Touch-Verwöhnte eine kurze Umgewöhnung bedeutet, wenn sie den Kindle das erste Mal in der Hand haben.
Steuerkreuz
Das Gerät hat ein Steuerkreuz mit Bestätigungs-Taste in der Mitte (immer eine schlechte Entscheidung, weil "links" dann auch schnell mal "Enter" bedeutet, wenn man abrutscht oder Wurstfinger hat (no offense)).
Das Steuerkreuz steuert aber in den meisten Situationen nicht die Bewegung der Seite. Bei der PDF- oder Web-Darstellung ist dies der Fall, bei allen anderen Texten ist der Kindle aber so konzipiert, dass man nicht scrollt (zeilenweise) sondern (seitenweise) blättert.
Dazu gibt es je links und rechts eine große und eine kleine Taste. Amazon hat beim Design entschieden, dass nicht die linke große Taste zum Blättern nach links und die rechte nach rechts da ist, stattdessen ist sowohl links als auch rechts die große Taste zum Blättern nach rechts, die kleine zum Blättern nach links vorgesehen.
Dass es an beiden Seiten Tasten gibt, hat den Vorteil, dass man den Kindle mit Links oder Rechts halten kann und lesen kann, ohne umzugreifen.
Ob es sinnvoll war, links und rechts die Tasten gleich zu belegen, weiß ich noch nicht. Ich tendiere dazu, es intuitiver zu finden, dass es links nach links und rechts nach rechts geht, die kleine Taste könnte dann in die entgegengesetzte Richtung blättern.
Tastatur
Es gibt eine (ASCII-)vollständige Tastatur, mit der man – mit dem Steuerkreuz navigierend – Notizen in Dokumenten anlegen kann. Mit dem Steuerkreuz lassen sich außerdem Text-Teile markieren und unterstreichen.
Ich tendiere hier dazu, das gut zu finden, denn Amazon zielt hier wohl gerade nicht auf die Leute, die sie eh nicht mehr kriegen, weil sie schon ein iPad o.ä. haben: Jene, die mit T9 oder über ein Touchscreen ihre Eingaben erledigen.
Zum entspannten Tippen eignet sie sich zwar nicht, trotzdem kann man so recht schnell eine kurze Notiz anlegen.
Für Zahlen kann man die oberste Reihe von 10 Tasten kombiniert mit "Alt" als Zahlentasten benutzen, Sonderzeichen erhält man über "Sym" in Verbindung mit Aussuchen-per-Steuerkreuz – aber Umlaute gibt es keine.
Außerdem gibt es eine Home-, eine Back- und eine Menu-Taste. Home führt immer auf die erste Seite des Hauptbildschirms mit der Liste der Dokumente. Back funktioniert als "zurück" aus Menüs/Dokumenten und im Browser wie der gleichnamige Button. Menu… naja.
Bücher
Wer nach "Kindle Hacks" googlet, findet – neben dem obligatorischen Phishing, Malware usw. – auch Hinweise, dass es tatsächlich Webseiten gibt, auf denen es kostenlos und legal Bücher zum Download gibt.
Auch Amazon selbst bietet kostenlose Bücher im Kindle-Format an, beliebte gemeinfreie Literatur kostet aber gern trotzdem noch Geld. Dennoch weisen sie auch auf einer eigenen Seite auf Kostenlose Büchersammlungen hin.
Projekt Gutenberg
Das Projekt Gutenberg dürfte der geneigten LeserInnenschaft geläufig sein, es arbeitet daran, gemeinfreie Literatur zur Verfügung zu stellen und ist vielleicht soetwas wie der Vorläufer von Google Books, nur unkommerziell.Von der Seite freekindlebooks.org gibt es einen Katalog (MagicCatalog), den man sich auf den Kindle laden und von dort aus Bücher direkt herunterladen kann.
Das deutsche Projekt Gutenberg-DE, 1994 gegründet und seit 2002 nach dem Rausschmiss bei AOL von SpOn aufgenommen, ist ähnlich umfassend, es bietet seine Bücher zwar im standardisierten EPUB-Format, jedoch nicht in Amazons Mobipocket-Format an…
Zeitungen und Zeitschriften
Als taz-Genossenschaftler (im Moment allerdings mal wieder nicht-Abonnent) hatte ich mit mir vereinbart, sobald ich den Kindle hätte, würde ich die taz digital abonnieren und damit wenigstens ein bisschen was auch zur Website beisteuern.
Toll ist, dass ich auf alle Formate der jeweiligen Ausgabe zugreifen kann, ich bekomme dann ein PDF/HTML/EPUB/MOBI ohne DRM und kann mich ein bisschen besser fühlen, wenn ich mal wieder die Website gelesen habe aber die Ausgabe nicht gekauft habe. Und für 10 bis 20 € im Monat solltet ihr das auch machen.
So, genug der Werbung.
Wie ich mittlerweile weiß, bleibt das MOBI, das mir die taz bietet, hinter den Möglichkeiten zurück, die der Kindle hat.
Zeitungen und Zeitschriften, die man auf amazon.com echt günstig im digitalen Abo bekommen kann (die TIME für 2,99$/Monat), bieten da schon mehr. So auch Bilder und eine echte Navigation wo die taz nur die nicht-vergrößerbaren Übersichtsseiten und seitenweises Blättern bieten kann. (Wenn man nicht manuell auf den Table of contents springt.)
Ich nehme aber an, da geht noch was.
Star Trek
Alles in allem mag ich dieses Ding wirklich. Vor allem ist es, anders als irgendwelche Pads tatsächlich total Star Trek.
Der Kindle ist ein überallmithinnehmbares Gerät, er ist annehmbar dünn und leicht, das Display ist unempfindlich und eine Aku-Ladung hält trotz aktivem WLAN mehr als zehn Tage.
PlayBoy
Das schlagkräftigste Argument gegen den Kindle ist im Moment noch, wie cheshirecat auf dem Congress feststellte, dass es auf dem Kindle keinen PlayBoy gibt.
Doch der Wikipedia-Artikel zu e Ink macht Hoffnung – im November kündigte der Hersteller an, ein farbiges Display mit 16 Graustufen und 4096 Farben zu entwickeln, das als e Ink-Display in etwa die selben Features haben dürfte: Lesbarkeit bei Umgebungslicht, kein Stromverbrauch für die Darstellung usw.
So ein Gerät würde für die Anzeige von Magazinen und Zeitschriften eine entscheidende Hürde nehmen.
Technik
Mein Kindle ist die kleinste Ausführung. Sie kostet mit Versand aus den USA um die 150,- € und hat WLAN. Es gibt den Kindle auch mit GSM, in Kontinental-Europa macht dies aber nicht besonders viel Sinn. In den USA dagegen hat man darüber die Möglichkeit, kostenlos auf amazon.com zu surfen (und einzukaufen - yay!).
Die kleine Variante hat ein 6 Zoll e Ink-Display, das sind rund 9x12cm.
Außerdem gibt es ihn noch in der teureren Ausführung in A4-Größe.
An Speicher bietet meine Variante rund 3GB Platz, nicht erweiterbar.
Mitgeliefert wird ein Micro-USB-Kabel sowie ein USB-Stromadapter für US-Steckdosen.
Der Kindle lässt sich dann per USB aufladen, er erscheint für den Rechner als Mass Storage Device.
Formate
Amazon kaufte 2005 die französische Firma Mobipocket.com SA auf, deren Mobipocket-Format es bis heute auf dem Kindle verwendet.
Unterstützung für den, laut Wikipedia "freien und offenen" Standard des International Digital Publishing Forum (IDPF), EPUB, bietet der Kindle nicht.
Außerdem sind die Formate HTML, DOC und PDF möglich sowie RTF, JPEG, GIF, PNG, BMP und DOCX ("experimentell").
Amazon
…ist evil, ja.
Amazon löscht einfach so Bücher vom Kindle (Killswitch!).
Amazon hat mal Bücher vom Kindle gelöscht, weil der Publisher nicht die richtigen Rechte hatte. Darunter originellerweise auch 1984 und Animal Farm von George Orwell. Die Kunden haben ihr Geld zurückgekriegt und Amazon ist wohl zwischendurch aufgefallen, dass das keine gute Idee war. Sie haben versprochen, das nicht mehr zu machen sondern in dem Falle die Bücher auf den Devices zu lassen.
Tinfoilhats können den Kindle vermutlich einfach deregistrieren und unter Verzicht auf Whispernet benutzen.
Aber … Wikileaks!
Ja eben: evil.
Lesenswert:
- Joss Winn: Two weeks with a Kindle 3
Flip4Mac without Silverlight Tue, Dec 14. 2010
In die Falle Tue, Nov 23. 2010
Nach einem Vortrag zur Vorratsdatenspeicherung kam der übliche "Ich habe doch nichts zu verbergen"/"Wenn dadurch auch nur ein Kind geschützt wird"-Einwand.
Eigentlich müsste ich es wissen und eigentlich weiß ich es auch: Es ist nicht dein Vortrag gemeint und du bist es auch nicht.
Handreichung: Die Frage an die Runde bouncen. "Ja, wie seht ihr das denn?"
Falle: Persönlich nehmen, Rechtfertigungen starten…
Gut, dass ich nicht allein war.
zwischen Firstpost und Work in progress Wed, Nov 3. 2010
Datenschutzerklärung visuell? Thu, Oct 21. 2010
Es wäre für die Besucher_innen von Telediensten doch unter Umständen von Vorteil, wenn sie kurz und auf einen Blick über eine eindeutige Symbolik erfassen könnten, welche Daten zu welchen Zwecken von ihnen erfasst würden.
Das Vorbild ist die klare Symbolik bei den Creative Commons-Lizenzen. Wobei so eine Datenschutzerklärung eben viel komplizierter ist, wo stößt die Visualisierung an ihre Grenzen, wo verdeckt sie Details?
Was für mögliche erhobene Daten und Zwecke gibt es?
Vielleicht habt ihr ja Anregungen für mich!

Der Flug des Navigators (Flight of the Navigator) Sat, Oct 16. 2010
Doch mittlerweile ist dieser 17 Jahre alt und David müsste 20 sein.
Ich habe diesen Film bestimmt zwei Mal teilweise und zufällig im Fernsehen gesehen, bevor ich irgendwie rausbekam, dass er Der Flug des Navigators heißt. Er beginnt mit einer – für einen vielleicht acht- oder zehnjährigen – wahnsinnigen Spannung und Ungewissheit.
Klar ist, es muss etwas mit außerirdischen zu tun gehabt haben.
Insbesondere klar ist dies angesichts des Umfelds, in dem der Film in die Kinos kam. 1982 war Steven Spielberg mit E.T. - Der Außerirdische ein Erfolg gelungen, der eine ganze Generation von Kindern und ihre Phantasie- und Spielwelt prägte. (Wie im Übrigen 1993 mit Jurassic Park erneut.)
Die Auszeichnung "der beste Familienfilm seit E.T." vom Wall Street Journal, die die Verpackung ziert, dürfte insofern enorm bei der Vermarktung des Films geholfen haben.
Wissenschaftler der NASA besuchen bald die Familie Freeman, weil Davids Gehirn bei einem EEG im Krankenhaus mit dem angeschlossenen Computer zu kommunizieren beginnt und auf dem Bildschirm ein Drahtgittermodell eines muschelartigen Gebildes erzeugt – es gleicht dem metallisch glänzenden Raumschiff, das kurz zuvor irgendwo in einen Strommasten gestürzt ist.
Unter dem Vorwand, man wolle der Familie und David selbst helfen, herauszufinden, was in den verlorenen acht Jahren mit David passiert ist, willigen er und seine Eltern ein, mit den Wissenschaftlern in ein Labor zu fahren.
Dort angekommen wird David, mit Geschenken überhäuft, in ein Zimmer geführt, aus dem es für David keinen Ausgang gibt – dafür aber einen halbdurchsichtigen Spiegel, von dem David genau weiß, wozu er gut ist. Außerdem darf er nur unter der Aufsicht des NASA-Wissenschaftlers telefonieren, der ihn abgeholt hatte.
Zwischendurch besucht die junge Carolyn McAdams (Sarah Jessica Parker) David. Mit einem selbstständig fahrenden Roboter (R.A.L.F.) bringt sie Essen vorbei.
Immer wieder scheint etwas mit David Kontakt aufzunehmen. "Navigator" ruft es ihm in Gedanken zu, doch David versteht nicht. Doch fühlt er sich zu einem einige hundert Meter entfernten Hangar hingezogen und flieht daraufhin mit der Hilfe von Carolyn im Nahrungsroboter, um zu erkunden, wo die Rufe her kommen.
Jetzt lässt der Film
Eine Verfolgungsjagd, ein Mal selbst fliegen dürfen und einige außerirdische, süß-aussehende Passagiere später gelangt David wieder zurück zu seiner Familie.
Doch die NASA ist weiter hinter ihm und dem Raumschiff her und die Medien sind mittlerweile auch auf die Geschichte aufmerksam geworden. Deswegen riskiert David sein Leben, um mit einem Zeitsprung wieder zurück in sein Ursprungsjahr zu gelangen.
Es ist nunmal ein Kinderfilm und nach der ganzen Spannung und Ungewissheit zu Anfang ist das lustige Abenteuer von Davids Heimreise ein echter Spaß, wenngleich der Film für mich heute ruhig düsterer hätte bleiben dürfen.
- Flight of the Navigator (IMDb)
- Der Flug des Navigators (WPde)
- E.T. - Der Außerirdische (WPde)
not my president Wed, Jun 2. 2010
SIGINT Tue, Jun 1. 2010

Davon abgesehen, dass Köln ein echter Pluspunkt ist und das Wetter fantastisch war, hatte ich doch das meiste schon gehört. Ich will nicht sagen, dass das schlecht ist – es ist im Gegenteil sogar richtig gut, dass der CCC eine Veranstaltung mit mehr Ausrichtung auf die Gesellschaftsperspektive angefangen hat und damit den Congress entlastet. Trotzdem werde ich im kommenden Jahr lieber auf die re:publica fahren, die sich in der Hinsicht einfach schon etabliert hat und der SIGINT den Rang abläuft.
Direktbezahlsysteme Tue, Jun 1. 2010
Die Technology Review wies in der Januar-Ausgabe auf die Gefahren hin:
Der Schönheitsfehler dabei: Kunden müssen die Zugangsdaten zu ihrem Konto einem Dritten überlassen. Das ist ein klarer Verstoß gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen…
Banken und Sparkassen scheinen ihren Kunden jetzt zunehmend wegen der Benutzung des Dienstes zu kündigen (nach "sofortüberweisung" googlen).
Mein Magen verkrampfte sich kurz, weil ich wusste, dass ich irgendwann mal einen solchen Direktbezahl-Dienst benutzt habe, um mein Konto bei einem VoIP-Anbieter aufzuladen.
Bei einem meiner Anbieter ist auch bis heute das sofortüberweisung-Logo im Kundenmenü zu sehen. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass es Sipgate war, bei denen ich das Konto aufgeladen habe. Sipgate benutzt allerdings den Sparkassen-eigenen Dienst giropay.
Über sofortüberweisung bin ich auch schon mal gestoßen, dann aber ziemlich sicher vor der Eingabe von PIN und TAN zurückgeschreckt.
Im März vermeldete sofortüberweisung 1000 Transaktionen in der Stunde. Wie die Überweisungen durchgeführt werden, ist indessen nicht transparent.
Das TÜV-Zertifikat "Geprüftes Zahlungssystem" schweigt über den genauen Ablauf. Die Informationen zur Sicherheit des Vorgangs sind diesen Titel nicht wert, es wird lediglich beschwichtigt, es sei
zu keinem einzigen PIN/TAN Betrugsfall gegenüber Endverbraucherngekommen,
die ihre PIN und TAN in die Systeme der Payment Network AG eingegeben haben. Falls doch mal was schief laufen sollte, hat man sich
für den unwahrscheinlichen Fall eines Datenmissbrauchesversichert (
in Höhe von bis EUR 5.000,-- je Schadensfall bei PIN- und TAN-Missbrauch).
Dass MitarbeiterInnen sich händisch auf den Konten einloggen und Überweisungen tätigen, wie es in einigen Foren der ersten Google-Treffer nahegelegt wird, kann ich mir schlecht vorstellen. Möglich wär's aber, wenn man sich den Bericht von Axel Kossel bei heise security vom September 2009 anschaut: Er berichtet, dass beim Test ein anderes Konto belastet wurde als das, das er angegeben hatte. Spooky.. o O ( Ich habe vorsichtshalber mal wieder meine PIN geändert. )
Eine API werden Banken der Payment (wie sich die Payment Network AG in den AGB abkürzt) wohl nicht eingeräumt haben. Im November 2008 meldete ZDNet: Sofortüberweisung.de droht Giropay mit Rechtsmitteln.
Banken und Sparkassen haben den Trend nicht verpasst und rechtzeitig eigene Direktbezahlsysteme aufgebaut. Im Hinblick auf den flattr-Hype, der in den letzten Tagen die Tweets beherrschte, fiel mir das Telepolis-Interview mit Ben Tellings (Vorstandsvorsitzender der ING-DiBa) auf: "Ein Großteil der Kunden pflegt in sozialen Netzwerken zwar Freundschaften, nicht aber die Finanzen"
Lothar Lochmaier fragt darin, ob Tellings einen Trend ausmachen kann, Finanztransaktionen in Social Networks hineinzuverlagern. Am Beispiel von sofortüberweisung winkt er ab: da sei ja gerade die Diskussion im Gange, dass Banken die Benutzung des Dienstes eben als Verstoß gegen ihre AGB werten.
Da mittlerweile verschiedene Bezahldienste, die das Geldausgeben vereinfachen sollen, aus dem Boden schießen, stellt sich doch die Frage, ob es sein darf, dass einerseits Plattformen wie ebay und andererseits Banken ihr Monopol auf die Abwicklung von Zahlungsverkehr benutzen dürfen, um sich und ihre eigenen ePayment-Systeme. o O ( jetzt hab ich's doch gesagt ) gegen die von Wettbewerbern durchzusetzen.
Die Banken haben aber natürlich auch eine Sorgfaltspflicht gegenüber ihren Kunden, einen sicheren Zahlungsverkehr sicherzustellen. Ein System wie sofortüberweisung kann die Hemmschwelle bei den Kunden senken, PIN und TAN auf beliebigen Webseiten einzugeben – und damit Phishern ihr Handwerk erleichtern.
Sofortüberweisung.de will gegen Verbot durch Ebay klagen, meldete ZDNet im Oktober 2008. Entweder wurde aus der Klage nichts oder aber die Payment war nicht erfolgreich, jedenfalls ist sofortüberweisung bis dato auf der Liste der verbotenen Zahlungsmittel bei ebay.
In einem Foren-Thread wurde als Antwort auf ein
hallo, wie unseriös ist das denn?ein Link auf conrad.de gepostet, der nicht mehr funktioniert – ich dachte schon, conrad.de hätte den Dienst mittlerweile nicht mehr im Angebot, kurzes Suchen liefert aber die aktuelle Seite Bestellen, liefern, bezahlen: Sofortüberweisung.
Mein VoIP-Anbieter will die Geschehnisse rund um sofortüberweisung jetzt aufmerksam beobachten, bis auf weiteres sofortüberweisung aber weiter zulassen.
Merkmalsbewußte Größenanpassung Fri, May 28. 2010
In der Berufungskommission (BK) Computergrafik, die heute Mittag stattfand, stellte sich die in Tel Aviv aufgewachsene Russin Olga Sorkine vor.
So eine BK fängt an mit einer Vorlesung, wie sie typischerweise im Grund-/Bachelorstudium anzutreffen wäre. Im Anschluss folgt ein wissenschaftlicher Fachvortrag, der die Forschungs-Eignung der Bewerberin darlegen soll.
Die Vorlesung war interessant und gut aber richtig spannend, es ging um die Grundlagen von 3D wurde es beim wissenschaftlichen Vortrag. Dort zeigte Frau Sorkine, woran sie für ihren PhD und überhaupt in den letzten Jahren geforscht hat.
Beim Skalieren von Bildern werden normalerweise die Bildinhalte in zwei Dimensionen gestaucht oder gestreckt. Damit bleiben die Proportionen von Objekten normalerweise nicht erhalten. Aus einem Ball wird ein Oval oder ein Ei, aus einem Quadrat ein Rechteck usw.
Seit einiger Zeit gibt es also in Foto-Bearbeitungssoftware wie Photoshop "intelligente" Tools zum Verändern der Größe von Bildern, die die Proportionen von Objekten im Bild erhalten sollen.
Im einfachsten Fall kann man wohl davon ausgehen, dass die wesentlichen Inhalte auf Fotos und Filmen sich immer in der Mitte befinden, so zwischen dem oberen und unteren Drittel (goldener Schnitt und so). Man kann also einfach an den Rändern Inhalte stauchen oder Strecken und es wird kaum auffallen.
Besonders verlässlich ist das aber nicht, deswegen nehmen intelligentere Tools eine Merkmalsanalyse des Bildes vor. Dabei entstehen "saliency maps", also Karten des Bildes, die die wichtigsten Regionen kennzeichnen. Man verändert dann nur die weniger "wichtigen" Teile des Bildes, sodass die (für unsere Wahrnehmung) wesentlichen Bildregionen (und damit die Proportionen der Objekte, auf die wir achten) erhalten bleiben.
Die saliency maps, die in den von Frau Sorkine vorgestellten Arbeiten verwendet wurden, basieren auf der Kombination verschiedener Merkmalsfilter, dadurch sind die Ergebnisse besonders sehenswert.
Die oben vorgestellten Algorithmen arbeiten vor allem auf statischen Bildern. Deswegen sind besonders Firmen wie Adobe an der Forschung beteiligt. In der letzten Zeit hat sich der Fokus der Forscherin dann aber zu Bewegtbildern bewegt, wo ähnliche Prinzipien verwendet werden, allerdings eben gerade bewegte Bereiche von besonderer Wichtigkeit sind.
Firmen wie Disney haben ein großes Interesse daran, alte Filme für moderne Plattformen zu "retarget"en, also sollen Inhalte, die in 4:3 entstanden sind, auf 16:9 oder mobilen Plattformen mit geringerem Kontrast neu vermarktet werden.
Sport-Fernsehsender wollen ihre Übertragungen in Echtzeit für unterschiedliche Plattformen aufbereiten, . o O ( Wir wollen ja alle die WM auf dem Handy glotzen, wisst ihr ja. ) allerdings sind die Berechnungen im Moment so aufwendig, dass sie – zumindest mit der Methode, an der Frau Sorkine mitgearbeitet hat – nicht in Echtzeit ablaufen können. Es scheint aber Methoden zu geben, die auf aktuellen Rechnern annehmbare Ergebnisse zeigen.
Ich bin ja kein Video-Typ – ist einfach nicht mein Medium – aber mich ich finde diese Methoden sehr spannend, denn irgendwo ist da dann ja doch noch ein kleiner
Die Berufungskommissionen werden übrigens in der Regel per Email angekündigt und jedeR StudentIn kann daran teilnehmen und Vorlesung und Vortrag bewerten.
Siehe
Lobbying the EU Parliament Wed, May 19. 2010
(Zusammenhang: siehe Europäische Netzpolitik)
Gestern Abend habe ich beim CCCHB von Brüssel erzählt und konnte mir dann doch noch mehr Reim auf das Erlebte machen.
So berichtete Joe McNamee von EDRi unter anderem folgendes:
- Auf der europäischen Tagesordnung steht in Zukunft wieder verstärkt die Internet Governance, nachdem die USA auf dem Internet Governance Forum bisher wenige weitergehende Mitbestimmungsmöglichkeiten für andere Staaten eingeräumt haben. Immerhin wurde die ICANN im vergangenen Herbst weiter geöffnet.
- Unter dem Thema Netzneutralität sprach Joe eine Initiative an, nach der das RIPE Providern in Zukunft einfach ihre IP-Adressbereiche entziehen könnte, wenn sie beispielsweise P2P-Verkehr nicht unterbinden. Das wäre dann wohl sowas wie Three Strikes in der Variante top-down.
- Die nationalen eID-Systeme (also ePass, ePerso, eGesundheitskarte und andere Systeme für die elektronische Signatur), die – zur Förderung deutscher Wirtschaftsinteressen, wie man hierzulande hinter vorgehaltener Hand gerne sagt – überall aus dem Boden sprießen, müssen über kurz oder lang europäisch vereinheitlicht werden. Unter anderem, was ich interessant finde, auch mit dem Argument, dass die europäische Bürgerinitiative (also Petitionen auf EU-Ebene) sonst ja überhaupt nicht funktionieren. Stimmt, eine Million EU-BürgerInnen zusammenzukriegen, um ein Vorhaben ins EP zu bringen, ist mehr oder weniger unmachbar. Mit eID dann natürlich online und viel einfacher.
Die Wurstmaschine muss ständig immer irgendetwas produzieren. Ob das sinnvoll ist oder nicht spielt doch überhaupt keine Rolle.
Willi Rothley (via EU-wiki: Tratten)
Ich war echt sehr angetan von der Präsentation von Erik Josefsson (Greens/EFA MEP, ehem. FFII), die bestand nämlich – jedenfalls was meine Aufzeichnungen noch hergeben – hauptsächlich aus der Demonstration ziemlich cooler Hacks, mittels derer er sich das Leben in der EU leichter macht.
- Hinter der URL OEIL (FR: Auge) verbirgt sich das "Legislative Observatory" der EU. Dort kann man sich den Prozess anschauen, wie bei der Gesetzgebung (ist das überhaupt das richtige Wort? Müsste es nicht "Richtliniengebung" heißen?) Änderungen an den Gesetzesvorschlägen gemacht werden. Allerdings immer nur häppchenweise. Also jede einzelne Änderung an einem Vorschlagspapier wird einzeln dokumentiert. Ein Nerd wie Josefsson. o O ( im positivsten Sinne! ;) ) hat sich da natürlich was ausgedacht: Er 'pipe't, unter Zuhilfenahme von Changedetection.com und auf Github entwickelter Perl-Magic, alle Änderungen und Änderungsänderungen in sein Wiki EU-wiki: Tratten. Tratten ist das niederländische Wort für Filter, inspiriert durch oben zitierte Aussage eines deutschen MEP. So lassen sich mittels Mediawikis Diff-Funktion die Änderungen sehr komfortabel nachvollziehen.
- Er drückte uns außerdem drei Papiere in die Hand, die verdeutlichen, wie Lobbying idealerweise funktioniert. Eine Gruppe versucht ein MEP mit ihrer Meinung zu überzeugen. Dazu gibt es natürlich Gespräche und Emails etc., letzten Endes dann einen Abstimmungsvorschlag. Wenn ein MEP tatsächlich "auf Linie gebracht" wurde (ich verwende diesen bösen Ausdruck jetzt mal, ohne ihn ganz so böse zu meinen), drückt man ihm eine Voting List in die Hand, auf der tatsächlich detailliert steht, wann das MEP die Hand zu heben hat. Also zu welchem Antrag und Änderungsantrag wann zugestimmt oder abgelehnt werden muss, um die von der Gruppe gewünschte Position im EP zu vertreten…
Achim Klabunde (Europäische Kommission, Information Society and Media) berichtete aus der Europäischen Kommission:
- Die Tagesordnungspunkte, zu denen die Kommission tagt, stehen immer etwa ein Jahr im Voraus fest. Am jeweiligen Tagungs-Tag wird dann zuvor zum Thema getane Arbeit abgestimmt – es erfolgt eine Zustimmung. Da die Kommission einstimmig entscheiden muss, reicht eine Gegenstimme, um eine Entscheidung zu blockieren. Deswegen schaffen es strittige Themen gar nicht erst auf die Tagesordnung.
- Arbeitspapiere der Kommission werden vor deren Abstimmung nicht veröffentlicht, die Arbeit daran erfolgt geheim. Deswegen war von der Digital Agenda bis heute auch nicht viel zu hören.
- Das Telekom-Paket (das ist das, wo Three Strikes bis kurz vor der Abstimmung für Europa geplant war) enthält eine ePrivacy-Richtlinie, die jetzt bis Mai 2011 in deutsches Recht umgesetzt sein muss. Das BMWi ist federführend, bisher fehlen Datenschutz-Punkte im Entwurf aber scheinbar noch völlig.. o O ( Ich weiß nicht, ob das tatsächlich von Herrn Klabunde kam, man möge mich korrigieren. )
Jérémie Zimmermann (t) von La Quadrature du Net:
/* TODO: Mist, ich muss weg. Aber bis hierhin ist das ja vielleicht trotzdem schon interessant für euch ;) */- ACTA war das Bestreben der USA und Japan, international das Copyright zu harmonisieren (was auch immer das heißen mag). Dann kam die EU und wandte ein, dass da aber dringend ja auch noch Patente, geographische Indikation (das ist die Spezialität der Europäer: Schwarzwälder Schinken, Champagner, Cheddar, …) aka Protected designation of origin usw. mit rein müssten. Also nur wenn ihr euch fragen solltet, wem wir ACTA zu verdanken haben. Jedenfalls gibt es dazu die Schriftliche Erklärung 12/2010, die noch UnterzeichnerInnen im EP sucht!
- Laquadrature veröffentlicht ziemlich coole sogenannte Web Dossiers (in der Linkleiste oben auf "Dossiers" klicken), in denen zu verschiedenen Themen wie ACTA oder zum Telecoms Package alle veröffentlichten Infos zusammengestellt werden. Ziemlich cool, weil es einem so recht einfach gemacht wird, den Verlauf eines Themas nachzuvollziehen. Sowas brauchen wir definitiv auch für den AK Zensur etc.!
- Für das Telecoms Package insbesondere steht eine Law Tracks-Seite im LQDN-Wiki zur Verfügung, über die man die Entwicklung des Gesetzespakets über die Zeit im Detail nachvollziehen kann!
Wo es in nationalen Parlamenten Koalitionszwänge gibt, finden sich auf europäischer Ebene viel einfacher Koalitionen auf der Basis von Themen. Das macht die EU nicht nur sympathisch sondern auch interessant für uns. Der Einstieg in die EU fällt uns allen sicherlich schwer. Engagement lohnt sich aber auch unmittelbar.
Europäische Netzpolitik Mon, May 17. 2010
Solche Besucherfahrten nach Brüssel (oder Strasbourg etc.) sind einerseits Werbeveranstaltungen für MEPs, also Abgeordnete laden ihre Fans ein, andererseits aber Bildungsveranstaltungen, bei denen man Europa kennenlernen soll.
Deswegen fängt der offizielle Besuch im EP dann mit einer PowerPoint-Präsentation einer Leiterin an, die die Grundlagen aufarbeitet: Was sind die Organe der Europäischen Union (Mordor, Isengard und Gondor) und wie funktioniert das Erlassen von Richtlinien (das ist alles ganz einfach, vlg. Diagramm links)… Das mag dröge klingen, ist aber notwendig, weil ja immer wieder festgestellt wird, dass die Europäer das System Europäische Union nicht kennen. Mangels ausreichender schulischer Vorbildung (ich glaube meine Lehrerin sagte damals, sie verstehe das auch nicht so richtig) bekommt man dann also die Grundlagen vermittelt. Zu meinem großen Erstaunen war die Leiterin, die vortrug, allerdings nicht nur "im Service", wie ich ihr insgeheim vorschnell unterstellte sondern ausgezeichnet vorbereitet (neue Unterstellung: Politikwissenschaftlerin), um unsere Fragen. o O ( die der anderen ) zur European Digital Agenda, der Netzsperren-Initiative von Cecilia Malmström ("Censilia") usw. zu beantworten.
Dann weiter mit dem Teil, der sonst vermutlich eher oben bereits inkriminiertem Huldigen des Abgeordneten gleicht, JPA betrat das Podium und setzte sich etwas einsam und leicht irritiert hinter das mittlere der drei Mikrofone und beantwortete noch weiter gehende Fragen zu unseren Themen.
Damit war der Touri-Teil im EP aber mehr oder weniger vorbei, den ganzen Nachmittag über saßen wir dann in einem Besprechungsraum am Ende eines Flurs von (anscheinend konservativen) Abgeordnetenbüros. Joe McNamee von EDRi, der quirlige Jérémie Zimmermann (t), Erik Josefsson (Greens/EFA MEP, ehem. FFII) und Martin Köhler und Achim Klabunde (Europäische Kommission, Information Society and Media) berichteten ausführlich von unterschiedlichen Aspekten des Engagements in Europa.
Ich muss frei heraus sagen: An den Vorträgen und Erlebnissen am Dienstag arbeite ich heute noch. Ich war streckenweise kaum noch aufnahmefähig und habe nur Bahnhof verstanden. Toll. Die Informationen waren so dicht und so kontextlastig, dass es für mich auch an Wunder grenzte, dass einzelne intelligente Nachfragen aus unseren Reihen kamen.. o O ( Ich schließe: Den meisten anderen ging es nicht viel anders als mir. Oder ist das jetzt zu viel Eigenlob? )
Die Kommission beschließt jedenfalls morgen (18. Mai 2010) die "European Digital Agenda" (oder "Digital Agenda 2015.eu"), die gerüchteweise auch wieder Netz-Sperren, Alterseinstufungen für Webseiten ("Kindernet") und was zu Cybercrime beinhalten wird. Kommissions-Entwürfe sind für gewöhnlich geheim bis zu ihrem Beschluss, deswegen gibt es bisher keine Details.
PS: Den Besuch im EP kann ich nur empfehlen. Petit Café für 0,70€!

1995-* Sun, May 2. 2010
See if ssh key uses a pass phrase Wed, Jan 27. 2010
It is possible though to create a public key from a private key using ssh-keygen -y ~/.ssh/id_rsa. Thus providing you with a password prompt in case you have a pass phrase defined.
In case you know of any option to directly tell if there is a pass phrase, please comment to let me know :)
Packstation Phishing Fri, Jan 22. 2010
Return-Path: info at packstation.de
X-Spam-Status: No, score=0.0 required=5.0 tests=none autolearn=disabled
Received: from s153*****.onlinehome-server.info (EHLO s153*****.onlinehome-server.info) [87.106.*****]
by mx0.gmx.net (mx087) with SMTP; 22 Jan 2010 00:39:08 +0100
Date: 18 Jan 2010 03:31:47 +0100
Message-ID: 20100118023147.2224.qmail at s153*****.onlinehome-server.info
To: meineemailadresse_neinnichtwirklich at gmx.de
Subject: PACKSTATION Systemupdate
From: DHL AG info at packstation.de
X-GMX-Antivirus: 0 (no virus found)
X-GMX-Antispam: 0 (Mail was not recognized as spam);
Content-type: text/html;
Sehr geehrte(r) Sebastian Raible.
Da wir in den letzten Wochen unser Serversystem auf den neusten Stand gebracht haben, bitten wir Sie, aktiv bei unserem umfassenden Systemcheck mitzuwirken.
Dieser dient dazu, eventuelle Fehler zu beseitigen. Wir bitten Sie daher darum, sich auf der DHL-Seite einzuloggen um Ihre PACKSTATION-Daten zu überprüfen.
http:// PACKSTATI 0 N.6x. to/index.php?id=***************
Schlägt der Loginversuch fehl, bitten wir Sie, sich unter folgender Nummer zu melden:
0800 343 *** ** (0 ct/Min*)
Viel Spaß weiterhin mit Ihrer PACKSTATION wünscht Ihnen
Ihr PACKSTATION Team
*) Aus dem deutschen Festnetz
-----------------------------------------------------------
DHL Vertriebs GmbH Co. OHG
Rathausplatz 1
10234 Berlin
Baut da jemand ein Array von Briefkästen auf, mit dem er anonym Sendungen empfangen und versenden kann?
Wenn ja, ist das immerhin mighty cool. Und irgendwie tun sich da jede Menge (teils beängstigende) Möglichkeiten auf, was man damit machen könnte.
Update: Heise hatte dazu schon im vergangenen März (2009) einen Artikel: heise security: Packstation-Phishing mit vertrauenserweckender Domain

Comments