Ich benutze seit einer Woche wieder vor allem Linux auf meinem PowerBook 12" (erste Generation) und stolperte anfangs mal wieder über das Problem, meine MacOS X-Partitionen als User nicht vernünftig benutzen zu können, weil MacOS X die User-IDs bei 500 und Debian bei 1000 beginnen lässt.
Während
mount(8) sich über Optionen für
hfsplus ausschweigt, gibt es für die meisten anderen beschriebenen Dateisystemen die Optionen
uid und
gid, so unter anderem auch für
hfs, wo es heisst:
Mount options for hfs
[..]
uid=n, gid=n
Set the owner and group of all files. (Default: the uid and gid of the current process.)
mount /dev/sda3 -thfsplus -orw,uid=1000,gid=1000
Tut aber nicht das, was ich nach der Beschreibung in der Manpage erwarten würde, nämlich die Eignerschaft aller Dateien festlegen.
Auf der
LKML gab es dazu dann letzten Juni einen
Patch, der auch wunderbar(!) funktioniert.
Jedoch enthält der entsprechende
Bugzilla-Eintrag zu dem
angeblichen UID-/GID-Bug einen erläuternden Kommentar:
This is not really a bug, this option is not intended to override the uid/gid,
it's only used as default for uninitialized values.
The uid remapping for uid 99 should depend on a different kernel option and it only the uid should be remapped, there is no gid remapping.
Roman Zippel
Das finde ich nun wiederum schade, denn damit ist die Aussage in der Manpage
falsch, wenn sie zwar auch nur
hfs betrifft, aber
Set the owner [..] of all files
ist zumindest Roman Zippels Kommentar zufolge falsch.
Wen jedoch nicht stört, dass der eigene Kernel nicht richtig arbeitet (dafür das tut, was man von ihm möchte), sollte den Patch 'apply'en :)
Aber was ist die von ihm angesprochene
different kernel option
? Gibt es die, oder
sollte es die nur geben?