Es ist gar nicht einfach, die ganzen Eindrücke der letzten drei, vier Wochen zu verarbeiten und sinnvoll in zusammenhängende Sätze zu stecken.
Es wäre so vieles zu sagen, auf so vieles zu antworten und so oft einzuschreiten. So vieles wäre weiterzuverbreiten und zusammenzufassen. Aber gleichzeitig erfordert es jede Menge Zeit, dies alles mitzubekommen, die Tweets zu lesen, die Mitschnitte zu gucken und Podcasts zu hören.
Von bloßen Linksammlungen, die zusammenfassen, was ich heute wieder zum Thema gelesen habe und was irgendwo vielleicht irgendwann noch mal nützlich sein könnte, halte ich nicht viel. Man muss Inhalte aufbereiten. Das Aufbereiten ist aber gerade das Problem.
Vielleicht liegt es auch daran, dass man in seriösen Zeitungen immer wieder Artikel liest, die von einer Unkenntnis zeugen, wie wir sie uns gar nicht erklären können.
Die Forderungen "an die Netzgemeinde" o.ä., doch mal Alternativen zu den Sperren anzubieten, beispielsweise (
ZEIT: Wider die Ideologen des Internets!).
Es ist gar nicht einfach, seinen Forderungen Gehör zu verschaffen. Auch wenn wir vielleicht meinen, wir hätten alles umfassend dokumentiert: Meist sind die Informationen so verstreut oder so unzusammenhängend, dass ich mir vorstellen kann, wenn man nicht so tief "im Netz" drin ist, könnte es schwierig sein, da den Überblick zu behalten.
Gerade, wenn man dabei noch im Hinterkopf hat, nur "seriöse" Informationen verbreiten zu wollen. Bei Blogs ist es doch häufig so, dass man um die Seriösität der Inhalte nur aus Erfahrung weiss. Wenn einem die fehlt, nimmt man die Informationen womöglich überhaupt nicht wahr.
Aber das ist wiederum ja auch der Punkt: Seriosität muss anders bewertet werden und Informationsbeschaffung funktioniert heute anders.
Da prallen dann wirklich
Welten aufeinander, wie Gero von Randow in der ZEIT im Artikel
Geistesaristokratie schreibt.
PS: Zum Zusammenhalten von Informationen sind wohl am besten A-List-Blogs wie
Netzpolitik geeignet.