Man muss wissen, ich hatte als Schüler seit ich vielleicht 15 Jahre alt war Ambitionen, zu schreiben, bin über eine selbstverfasste Zeitung und ab 2000 eine News-Seite über Linux und Freie Software (man hätte es wohl auch Blog nennen können) aber nicht hinaus gekommen.
Jedenfalls erinnere ich mich an ein Gespräch mit meinem Vater, in dem er meinte, als junger Journalist hätte man bei der BILDzeitung viel zu lernen. Jetzt muss ich meinen Vater in Schutz nehmen: Er gehört eher zum konträren Spektrum, er meinte das glaube ich nur gut :)
Und wenn ich mit 17 mal fand, dass die Berichterstattung bei Boulevard-Magazinen auf RTL zwar beknackt, aber mitreissend war, so fand ich das auf einer rein technischen Ebene.. Genau so schätze ich auch ein, dass mein Vater das meinte. Spannende, durch Kleinigkeiten der Formulierung höchst
manipulative Texte.
Polemik, Hetze, Wirgefühl. Das kann die BILDzeitung.
Und jetzt muss ich noch eben klarstellen, dass ich kein Fußballfan bin und kein Fan der Toten Hosen. Mich hat dieses Lied also nie mehr interessiert als insofern, dass es eben ganz nett ist und Schwung hat. Gefällig. Sozusagen.
Also sie würden nie zu Bayern gehn und so. Ich komme mal auf den Punkt:
Es kann soviel passieren,
es kann soviel geschehen.
Nur eins weiss ich hundertprozentig:
nie im Leben würde ich zu Springer gehen.
Ich meine, wenn ich 20 wär
und Volontär beim Weserkurier
und die Spex hätte schon angeklopft,
und die Redaktion der FAZ.
Und ich hätt auch schon für die ZEIT geschrieben
und wär rhetorisch topfit
und Kai Dieckmann würde bei mir
auf der Matte stehen.
Ich würde meine Tür nicht öffnen,
weil's für mich nicht in Frage kommt,
sich bei so Leuten wie der BILDzeitung,
seinen Charakter zu versauen.
Ich würde nie zur Axel Springer Presse gehen!
Ich würde nie zur Axel Springer Presse gehen!
nach
Bayern (Die Toten Hosen)
Also. Nicht kaufen, nicht interviewen lassen, nicht für die schreiben. Gar nichts von und für die. Höchstens um deren Hetzjagden zu
archivieren und dokumentieren.