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Zur Bildbearbeitung benutze ich vor allem The Gimp und andere Freie Software. Ich will nicht sagen "weil meine Ansprüche gering sind", denn das sind sie nicht, aber für meine Zwecke reichten die Features immer noch aus. Ich benutze also kein Photoshop, deswegen ist wohl eine der Neuerungen, die in den letzten Jahren Einzug gehalten haben, an mir vorbei gegangen. Aber von Anfang an:
In der Berufungskommission (BK) Computergrafik, die heute Mittag stattfand, stellte sich die in Tel Aviv aufgewachsene Russin Olga Sorkine vor.
So eine BK fängt an mit einer Vorlesung, wie sie typischerweise im Grund-/Bachelorstudium anzutreffen wäre. Im Anschluss folgt ein wissenschaftlicher Fachvortrag, der die Forschungs-Eignung der Bewerberin darlegen soll.
Die Vorlesung war interessant und gut aber richtig spannend, es ging um die Grundlagen von 3D wurde es beim wissenschaftlichen Vortrag. Dort zeigte Frau Sorkine, woran sie für ihren PhD und überhaupt in den letzten Jahren geforscht hat.
Beim Skalieren von Bildern werden normalerweise die Bildinhalte in zwei Dimensionen gestaucht oder gestreckt. Damit bleiben die Proportionen von Objekten normalerweise nicht erhalten. Aus einem Ball wird ein Oval oder ein Ei, aus einem Quadrat ein Rechteck usw.
Seit einiger Zeit gibt es also in Foto-Bearbeitungssoftware wie Photoshop "intelligente" Tools zum Verändern der Größe von Bildern, die die Proportionen von Objekten im Bild erhalten sollen.
Im einfachsten Fall kann man wohl davon ausgehen, dass die wesentlichen Inhalte auf Fotos und Filmen sich immer in der Mitte befinden, so zwischen dem oberen und unteren Drittel (goldener Schnitt und so). Man kann also einfach an den Rändern Inhalte stauchen oder Strecken und es wird kaum auffallen.
Besonders verlässlich ist das aber nicht, deswegen nehmen intelligentere Tools eine Merkmalsanalyse des Bildes vor. Dabei entstehen "saliency maps", also Karten des Bildes, die die wichtigsten Regionen kennzeichnen. Man verändert dann nur die weniger "wichtigen" Teile des Bildes, sodass die (für unsere Wahrnehmung) wesentlichen Bildregionen (und damit die Proportionen der Objekte, auf die wir achten) erhalten bleiben.
Die saliency maps, die in den von Frau Sorkine vorgestellten Arbeiten verwendet wurden, basieren auf der Kombination verschiedener Merkmalsfilter, dadurch sind die Ergebnisse besonders sehenswert.
Die oben vorgestellten Algorithmen arbeiten vor allem auf statischen Bildern. Deswegen sind besonders Firmen wie Adobe an der Forschung beteiligt. In der letzten Zeit hat sich der Fokus der Forscherin dann aber zu Bewegtbildern bewegt, wo ähnliche Prinzipien verwendet werden, allerdings eben gerade bewegte Bereiche von besonderer Wichtigkeit sind.
Firmen wie Disney haben ein großes Interesse daran, alte Filme für moderne Plattformen zu "retarget"en, also sollen Inhalte, die in 4:3 entstanden sind, auf 16:9 oder mobilen Plattformen mit geringerem Kontrast neu vermarktet werden.
Sport-Fernsehsender wollen ihre Übertragungen in Echtzeit für unterschiedliche Plattformen aufbereiten, . o O ( Wir wollen ja alle die WM auf dem Handy glotzen, wisst ihr ja. ) allerdings sind die Berechnungen im Moment so aufwendig, dass sie – zumindest mit der Methode, an der Frau Sorkine mitgearbeitet hat – nicht in Echtzeit ablaufen können. Es scheint aber Methoden zu geben, die auf aktuellen Rechnern annehmbare Ergebnisse zeigen.
Ich bin ja kein Video-Typ – ist einfach nicht mein Medium – aber mich ich finde diese Methoden sehr spannend, denn irgendwo ist da dann ja doch noch ein kleinerBiologeBlümchenpflücker in mir, den die Funktionsweise des menschlichen Gehirns bei der visuellen Wahrnehmung interessieren.
Die Berufungskommissionen werden übrigens in der Regel per Email angekündigt und jedeR StudentIn kann daran teilnehmen und Vorlesung und Vortrag bewerten.
In der Berufungskommission (BK) Computergrafik, die heute Mittag stattfand, stellte sich die in Tel Aviv aufgewachsene Russin Olga Sorkine vor.
So eine BK fängt an mit einer Vorlesung, wie sie typischerweise im Grund-/Bachelorstudium anzutreffen wäre. Im Anschluss folgt ein wissenschaftlicher Fachvortrag, der die Forschungs-Eignung der Bewerberin darlegen soll.
Die Vorlesung war interessant und gut aber richtig spannend, es ging um die Grundlagen von 3D wurde es beim wissenschaftlichen Vortrag. Dort zeigte Frau Sorkine, woran sie für ihren PhD und überhaupt in den letzten Jahren geforscht hat.
Beim Skalieren von Bildern werden normalerweise die Bildinhalte in zwei Dimensionen gestaucht oder gestreckt. Damit bleiben die Proportionen von Objekten normalerweise nicht erhalten. Aus einem Ball wird ein Oval oder ein Ei, aus einem Quadrat ein Rechteck usw.
Seit einiger Zeit gibt es also in Foto-Bearbeitungssoftware wie Photoshop "intelligente" Tools zum Verändern der Größe von Bildern, die die Proportionen von Objekten im Bild erhalten sollen.
Im einfachsten Fall kann man wohl davon ausgehen, dass die wesentlichen Inhalte auf Fotos und Filmen sich immer in der Mitte befinden, so zwischen dem oberen und unteren Drittel (goldener Schnitt und so). Man kann also einfach an den Rändern Inhalte stauchen oder Strecken und es wird kaum auffallen.
Besonders verlässlich ist das aber nicht, deswegen nehmen intelligentere Tools eine Merkmalsanalyse des Bildes vor. Dabei entstehen "saliency maps", also Karten des Bildes, die die wichtigsten Regionen kennzeichnen. Man verändert dann nur die weniger "wichtigen" Teile des Bildes, sodass die (für unsere Wahrnehmung) wesentlichen Bildregionen (und damit die Proportionen der Objekte, auf die wir achten) erhalten bleiben.
Die saliency maps, die in den von Frau Sorkine vorgestellten Arbeiten verwendet wurden, basieren auf der Kombination verschiedener Merkmalsfilter, dadurch sind die Ergebnisse besonders sehenswert.
Die oben vorgestellten Algorithmen arbeiten vor allem auf statischen Bildern. Deswegen sind besonders Firmen wie Adobe an der Forschung beteiligt. In der letzten Zeit hat sich der Fokus der Forscherin dann aber zu Bewegtbildern bewegt, wo ähnliche Prinzipien verwendet werden, allerdings eben gerade bewegte Bereiche von besonderer Wichtigkeit sind.
Firmen wie Disney haben ein großes Interesse daran, alte Filme für moderne Plattformen zu "retarget"en, also sollen Inhalte, die in 4:3 entstanden sind, auf 16:9 oder mobilen Plattformen mit geringerem Kontrast neu vermarktet werden.
Sport-Fernsehsender wollen ihre Übertragungen in Echtzeit für unterschiedliche Plattformen aufbereiten, . o O ( Wir wollen ja alle die WM auf dem Handy glotzen, wisst ihr ja. ) allerdings sind die Berechnungen im Moment so aufwendig, dass sie – zumindest mit der Methode, an der Frau Sorkine mitgearbeitet hat – nicht in Echtzeit ablaufen können. Es scheint aber Methoden zu geben, die auf aktuellen Rechnern annehmbare Ergebnisse zeigen.
Ich bin ja kein Video-Typ – ist einfach nicht mein Medium – aber mich ich finde diese Methoden sehr spannend, denn irgendwo ist da dann ja doch noch ein kleiner
Die Berufungskommissionen werden übrigens in der Regel per Email angekündigt und jedeR StudentIn kann daran teilnehmen und Vorlesung und Vortrag bewerten.
Siehe
Run away… Thu, Oct 1. 2009
Auf dem Spiel- und Sportplatz nebenan ist irgendwie wohl mal wieder ein Sportfest der benachbarten Schule. Ich glaube nächste Woche sind Herbstferien, daher wohl das Fest.
Ich habe davon erfahren, nicht etwa, weil ich hinüber schauen könnte, sondern weil die Schule eine ausreichend laute Anlage dort hin gestellt und offenhörlich einen Schüler mit einem iPod oder anderweitigen MP3-Player an den Klinkenstecker gelassen hat, der dort jetzt die ganze Palette seiner 4GB Dance-Schlager-Scheisse in ständig variierender Lautstärke, unter ständigem Skippen (weitergeskippt wurden beispielsweise ein angenehmer Remix von Smalltown Boy oder aber ein Lied vom aktuellen Gossip-Album) abspielen darf. Seit drei Stunden. Immer die selbe Musik.
Irgendein, offenbar unter Beruhigungsmittel- oder Drogeneinfluss stehender Lehrkörper hat dem Kind zudem ein Mikro gegeben, in das es zwischendurch gröhlen oder "lass den Scheiss" rufen darf.
Ich habe davon erfahren, nicht etwa, weil ich hinüber schauen könnte, sondern weil die Schule eine ausreichend laute Anlage dort hin gestellt und offenhörlich einen Schüler mit einem iPod oder anderweitigen MP3-Player an den Klinkenstecker gelassen hat, der dort jetzt die ganze Palette seiner 4GB Dance-Schlager-Scheisse in ständig variierender Lautstärke, unter ständigem Skippen (weitergeskippt wurden beispielsweise ein angenehmer Remix von Smalltown Boy oder aber ein Lied vom aktuellen Gossip-Album) abspielen darf. Seit drei Stunden. Immer die selbe Musik.
Irgendein, offenbar unter Beruhigungsmittel- oder Drogeneinfluss stehender Lehrkörper hat dem Kind zudem ein Mikro gegeben, in das es zwischendurch gröhlen oder "lass den Scheiss" rufen darf.
Für Sie ausgesucht (Update) Wed, Sep 30. 2009
Heute ist wieder ein richtig schöner Tag mit dem Weser-Kurier. Zwei Artikel, die ich gelesen habe, sind die Grundlage für einen schönen Tag:
1) Viele verzichten aufs Studium
In dem Artikel geht es darum, dass die Zahl der AbiturientInnen zwar um zwanzig Prozent gestiegen ist, die Erstsemester-Studierendenzahl sich aber nur um 2,4% erhöht habe. Der Weser-Kurier führt dies mit Hilfe seines Experten vom DSW, Stefan Grob, auf die gestiegene Arbeitsbelastung durch Bologna-reformierte Studiengänge zurück. Also auf Bachelor/Master. Grob wird zitiert mit den Worten:
Also frühzeitig, as in vor dem Studium? Entschuldigung, aber wie erhöht das die Studierendenzahlen? Das führt doch nur dazu, dass sich noch mehr AbiturientInnen nicht zutrauen, ein Studium anzufangen.
Und dann natürlich der Knaller:
2) Post von der Polizei empört Ritterhuderin
Die Polizei Bremen, Dienststelle K32/Sexualdelikte hat Briefe mit einer Einladung zum freiwilligen Speicheltest rumgeschickt, es geht um einen Vergewaltigungsfall am 1. September in Burgdamm. Also erst mal weiss ich ja nicht, was ein tatsächlich freiwilliger Speicheltest bringen soll, außer eben: Indirekt sozialen Druck auf alle (Männer) ausüben, damit sie sich dem Test unterziehen. Also unfreiwillig.
Aber am besten ist das Zitat der Ritterhuderin:
Schönen Tag noch.
Update (20091012): Selbstverständlich wurde jetzt der [Mutmaßliche] Vergewaltiger festgenommen:
1) Viele verzichten aufs Studium
In dem Artikel geht es darum, dass die Zahl der AbiturientInnen zwar um zwanzig Prozent gestiegen ist, die Erstsemester-Studierendenzahl sich aber nur um 2,4% erhöht habe. Der Weser-Kurier führt dies mit Hilfe seines Experten vom DSW, Stefan Grob, auf die gestiegene Arbeitsbelastung durch Bologna-reformierte Studiengänge zurück. Also auf Bachelor/Master. Grob wird zitiert mit den Worten:
Der Bachelor zwingt einen dazu, sich sehr früh klar zu werden: Ist es das? Und wo brauche ich Hilfe?. Man solle schon
frühzeitig Coachings zu den Fragen "Wie gehe ich mit Stress um?" und "Wie schaffe ich das hohe Lernpensum?" in Anspruch nehmen.
Also frühzeitig, as in vor dem Studium? Entschuldigung, aber wie erhöht das die Studierendenzahlen? Das führt doch nur dazu, dass sich noch mehr AbiturientInnen nicht zutrauen, ein Studium anzufangen.
Und dann natürlich der Knaller:
2) Post von der Polizei empört Ritterhuderin
Die Polizei Bremen, Dienststelle K32/Sexualdelikte hat Briefe mit einer Einladung zum freiwilligen Speicheltest rumgeschickt, es geht um einen Vergewaltigungsfall am 1. September in Burgdamm. Also erst mal weiss ich ja nicht, was ein tatsächlich freiwilliger Speicheltest bringen soll, außer eben: Indirekt sozialen Druck auf alle (Männer) ausüben, damit sie sich dem Test unterziehen. Also unfreiwillig.
Aber am besten ist das Zitat der Ritterhuderin:
Inhaltlich ist nichts daran auszusetzen, mein Mann wird sich natürlich an dem Test beteiligen, doch so kann man solche Post nicht versenden. Und das steht da einfach so.
Schönen Tag noch.
Update (20091012): Selbstverständlich wurde jetzt der [Mutmaßliche] Vergewaltiger festgenommen:
Die Beamten waren im Rahmen eines DNA-Massenspeicheltests auf den 41-Jährigen aufmerksam geworden.
Und weiter gehts mit den Grünen Bremen bergab Mon, Aug 17. 2009
Eben hat Eike Schurr gezwitschert, dass er seine Aktivitäten bei der Grünen Jugend und den Grünen Bremen ab sofort ruhen lassen wird. Dazu schrieb er in seinem Blog:
Die genauen Details, auf die Eike anspricht, sind mir nicht bekannt, ich kann aber bestätigen, dass die einzige Reaktion auf meinen Offenen Brief war, dass man meine "Kündigung" erhalten habe, ich die Mitgliedsbeiträge bis August aber noch bezahlen dürfe..oO(Aus dem Newsletter scheide ich dann vermutlich mit dem Ablauf des Abos auch aus, sonst muss ich die Emails als unerwünschte Werbung ansehen…)
Was die Reaktion auf offene Briefe anderer Bremer Mitglieder wie beispielsweise S. angeht oder ggf. andere offene Briefe, habe ich zumindest nichts anderes gehört.
Man scheint das Thema auszusitzen.
„Die wissen doch gar nicht was Politik ist“, auch eine Tendenz, die ich in den letzten Wochen und Monaten gegenüber der GRÜNEN JUGEND wahrnehmen konnte.Grüne Politik in Bremen und Nachwuchs passen offenbar nicht zusammen
Pressemitteilungen wurden vom Fraktionsvorsitzenden Matthias Güldner in einer diffamierenden Form kommentiert, als wäre man nicht auf Augenhöhe.
Die Diskussion zu Netzsperren blieben vom Landesvorstand unkommentiert. Offene Briefe und direkte Anschreiben an den Landesvorstand wurden bis heute noch nicht beantwortet, obwohl diese bereits vor Wochen zugestellt wurden.
Unzählige Anfragen wurden mit einfachen Ausreden entgegnet, man hätte keine Zeit oder es passe grad nicht.
Das alles zeigt pures Desinteresse an politischem Nachwuchs.
Die genauen Details, auf die Eike anspricht, sind mir nicht bekannt, ich kann aber bestätigen, dass die einzige Reaktion auf meinen Offenen Brief war, dass man meine "Kündigung" erhalten habe, ich die Mitgliedsbeiträge bis August aber noch bezahlen dürfe..oO(Aus dem Newsletter scheide ich dann vermutlich mit dem Ablauf des Abos auch aus, sonst muss ich die Emails als unerwünschte Werbung ansehen…)
Was die Reaktion auf offene Briefe anderer Bremer Mitglieder wie beispielsweise S. angeht oder ggf. andere offene Briefe, habe ich zumindest nichts anderes gehört.
Man scheint das Thema auszusitzen.
Thesen für eine freie Informationsgesellschaft Tue, Aug 4. 2009
Am 23. Juni 2009 sollte im Rahmen der Veranstaltungsreihe Internet und Überwachung des CCC Bremen der Vortrag Technologie, Überwachung und Privatheit im historischen Wandel stattfinden, der leider ganz kurzfristig ausfallen musste.
Aufbauend auf dem 10-Punkte-Papier des FoeBuD habe ich dann den Vortrag Thesen für eine freie Informationsgesellschaft gehalten. Die Thesen sind dazu gedacht gewesen, nach außen einen Überblick über die Themenfelder zu geben, die Bürgerrechtsorganisationen wie der CCC, der FoeBuD und die Arbeitskreise Vorratsdatenspeicherung und Zensur im Moment auf dem Plan haben. Nach innen, also für den CCC Bremen, sollte er einen Überblick geben und anregen, auf Themengebieten zu arbeiten, auf denen wir bisher nicht aktiv sind.
Dadurch gab es reghafte Publikumsbeteiligung und Diskussion, weswegen sich die Aufzeichnung nicht so richtig zur Weiterverarbeitung als Podcast eignet. Trotzdem sollt ihr die Möglichkeit haben, die Diskussion noch mal nachzuhören, deswegen gibt's hier jetzt die Aufzeichnung:
Vortrag: Thesen für eine freie Informationsgesellschaft (MP3), (OGG)
Die Vortragsfolien gibt's, sobald der FoeBuD sie freigegeben hat.
Aufbauend auf dem 10-Punkte-Papier des FoeBuD habe ich dann den Vortrag Thesen für eine freie Informationsgesellschaft gehalten. Die Thesen sind dazu gedacht gewesen, nach außen einen Überblick über die Themenfelder zu geben, die Bürgerrechtsorganisationen wie der CCC, der FoeBuD und die Arbeitskreise Vorratsdatenspeicherung und Zensur im Moment auf dem Plan haben. Nach innen, also für den CCC Bremen, sollte er einen Überblick geben und anregen, auf Themengebieten zu arbeiten, auf denen wir bisher nicht aktiv sind.
Dadurch gab es reghafte Publikumsbeteiligung und Diskussion, weswegen sich die Aufzeichnung nicht so richtig zur Weiterverarbeitung als Podcast eignet. Trotzdem sollt ihr die Möglichkeit haben, die Diskussion noch mal nachzuhören, deswegen gibt's hier jetzt die Aufzeichnung:
Vortrag: Thesen für eine freie Informationsgesellschaft (MP3), (OGG)
Die Vortragsfolien gibt's, sobald der FoeBuD sie freigegeben hat.
Posted by Sebastian Raible
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Offener Brief an Matthias Güldner und ich trete bei den Grünen aus Sun, Jul 26. 2009
Lieber Matthias,
ich antworte dir auf deinen Kommentar bei der WELT online. Dort schreibst du, ich hätte mein Hirn rausgetwittert.
Ich bin jetzt ein Mal zu oft als Kinderschänderunterstützer beschimpft worden. Aber vorher noch nicht vom Vorsitzenden der Grünen Fraktion in meinem Landesverband.
Ich verzichte des Weiteren darauf, dir ein weiteres Mal zu erklären, was ganz offensichtlich die Probleme sind.
Der Vergleich des Protestes gegen das Internetzensurgesetz mit deinem rhetorischen Konstrukt des Protestes gegen den Mordparagraphen ist derart abwegig, dass ich mich hier nur unterstehe, ihn nicht zu diffamieren, weil dieses Niveau genau dem deines Artikels entspräche. Selbstverständlich wird gegen ein Gesetz, was Mord dadurch "verhindert", dass man ihm ein Stoppschild vorweg setzt, protestiert.
Dass du vorgestern zum ersten Mal von den Protesten gegen die Internetzensur gelesen hast und die Argumentation der BILDzeitung und der CDU/CSU so einleuchtend fandest, entlastet dich nicht. Ich denke eher, dass der Schmusekurs dir und anderer Mitglieder deiner (und ehemals meiner) Partei eben genau auf diese Damen und Herren von der Kinderstattinderpartei, der Keine-künstliche-Hüfte-für-85-Jährigepartei und der Irakkriegunterstützerpartei hin ausgerichtet ist.
Ich kann nicht Mitglied in einem Landesverband sein, für den du sprichst und meine Überzeugung und mein Stolz sind es mir wert, deswegen jetzt schließlich aus der Partei Bündnis/90 Die Grünen auszutreten.
Damit komme ich Schwarzgrün und künftiger offener Unterstützung bürgerrechtsfeindlicher Initiativen und Gesetze zuvor.
Meine Stimme verliert ihr dadurch nicht. Die hat die Piratenpartei bei der Europawahl schon bekommen und bei der Bundestagswahl hatte sie sie auch schon sicher.
Meinen Austritt erkläre ich auch noch schriftlich gegenüber dem Landesvorstand.
Mit freundlichen Grüßen
Sebastian Raible
PS: S. tritt nicht aus, hat aber auch Recht.
ich antworte dir auf deinen Kommentar bei der WELT online. Dort schreibst du, ich hätte mein Hirn rausgetwittert.
Ich bin jetzt ein Mal zu oft als Kinderschänderunterstützer beschimpft worden. Aber vorher noch nicht vom Vorsitzenden der Grünen Fraktion in meinem Landesverband.
Ich verzichte des Weiteren darauf, dir ein weiteres Mal zu erklären, was ganz offensichtlich die Probleme sind.
Der Vergleich des Protestes gegen das Internetzensurgesetz mit deinem rhetorischen Konstrukt des Protestes gegen den Mordparagraphen ist derart abwegig, dass ich mich hier nur unterstehe, ihn nicht zu diffamieren, weil dieses Niveau genau dem deines Artikels entspräche. Selbstverständlich wird gegen ein Gesetz, was Mord dadurch "verhindert", dass man ihm ein Stoppschild vorweg setzt, protestiert.
Dass du vorgestern zum ersten Mal von den Protesten gegen die Internetzensur gelesen hast und die Argumentation der BILDzeitung und der CDU/CSU so einleuchtend fandest, entlastet dich nicht. Ich denke eher, dass der Schmusekurs dir und anderer Mitglieder deiner (und ehemals meiner) Partei eben genau auf diese Damen und Herren von der Kinderstattinderpartei, der Keine-künstliche-Hüfte-für-85-Jährigepartei und der Irakkriegunterstützerpartei hin ausgerichtet ist.
Ich kann nicht Mitglied in einem Landesverband sein, für den du sprichst und meine Überzeugung und mein Stolz sind es mir wert, deswegen jetzt schließlich aus der Partei Bündnis/90 Die Grünen auszutreten.
Damit komme ich Schwarzgrün und künftiger offener Unterstützung bürgerrechtsfeindlicher Initiativen und Gesetze zuvor.
Meine Stimme verliert ihr dadurch nicht. Die hat die Piratenpartei bei der Europawahl schon bekommen und bei der Bundestagswahl hatte sie sie auch schon sicher.
Meinen Austritt erkläre ich auch noch schriftlich gegenüber dem Landesvorstand.
Mit freundlichen Grüßen
Sebastian Raible
PS: S. tritt nicht aus, hat aber auch Recht.
Unsere Vortragsreihe Wed, Jul 15. 2009
Gestern war Maha als letzter Vortragender unserer Veranstaltungsreihe "Internet und Überwachung" beim CCC Bremen in der Buchte.
Zuerst dachten wir, der Vortrag würde nicht so gut besucht werden, weil die Flyer alle waren und wir deswegen nicht mehr verteilen konnten. Aber kurz vor Beginn, etwa fünf nach acht, kam noch mal ein Großer Schwung Menschen und wir mussten doch noch Stühle holen. So waren auch gestern schätzungsweise 80 Leute da, vielleicht sogar noch etwas mehr als bei Anne (Vortrag von Anne: Bloggen gegen Überwachung, siehe auch ÜS/02), bei der wir schon 80 Personen geschätzt hatten.
In zwei Wochen geht es dann weiter mit den Workshops, bei denen eigene Hardware mitgebracht werden kann. Auch sowas haben wir bisher noch nicht veranstaltet, die genaue Form der Workshops wird sich dann wohl im Laufe der Veranstaltungen ergeben - ganz genau planen lässt sich das ja eh nicht, weil das Niveau der TeilnehmerInnen ja nicht ganz einheitlich sein wird.
Die anderen Vorträge wird's demnächst auch noch als Audio (und teilweise als Video) online geben, die Infos dazu gibts im Wiki.
Zuerst dachten wir, der Vortrag würde nicht so gut besucht werden, weil die Flyer alle waren und wir deswegen nicht mehr verteilen konnten. Aber kurz vor Beginn, etwa fünf nach acht, kam noch mal ein Großer Schwung Menschen und wir mussten doch noch Stühle holen. So waren auch gestern schätzungsweise 80 Leute da, vielleicht sogar noch etwas mehr als bei Anne (Vortrag von Anne: Bloggen gegen Überwachung, siehe auch ÜS/02), bei der wir schon 80 Personen geschätzt hatten.
In zwei Wochen geht es dann weiter mit den Workshops, bei denen eigene Hardware mitgebracht werden kann. Auch sowas haben wir bisher noch nicht veranstaltet, die genaue Form der Workshops wird sich dann wohl im Laufe der Veranstaltungen ergeben - ganz genau planen lässt sich das ja eh nicht, weil das Niveau der TeilnehmerInnen ja nicht ganz einheitlich sein wird.
Die anderen Vorträge wird's demnächst auch noch als Audio (und teilweise als Video) online geben, die Infos dazu gibts im Wiki.
Resümee der Demo "Zensursula gegenübertreten!" Fri, Jun 26. 2009
Demo "Zensursula gegenübertreten!"
Trotz des kalten Autowaschanlagenwetters fand ich cool, dass von Anfang bis zum Ende ca. 50 Leute da waren und die Stellung gehalten haben, um zu Handeln statt Wegzusehen.
Gegen 17:15 ging die Veranstaltung los, Zensuschi betrat das Gebäude und widmete sich kurz Ver.di, die mit ca. 10 Leuten vor dem Gebäude standen und auf die KiTa-Steiks aufmerksam machten. Gegen 18:00h hatte jemand herausgefunden, dass der Veranstaltungsraum eine Halle in einer Gebäudenische war, die man von außen über eine Treppe erreichen konnte. Außerdem hatte die Halle eine Glasfassade, sodass sich dann Piraten, Chaoten und Transpis dort versammelten und laut auf sich aufmerksam machten.
Leider gab es da Rollos, die bald heruntergelassen wurden, jedoch nicht ohne dass es jemandem gelang, ein Plakat zwischen Scheibe und Rollo zu hinterlassen.
Da der anfangs recht stressig erscheinende Polizist sich in dem Moment schon auf die Gruppe zubewegte, schlug ich dann vor, doch wieder nach vorne zu ziehen, damit wir *überhaupt* weiter demonstrieren dürften und er uns nicht einfach auflöst.
Ich unterhielt mich dann mit dem Polizisten und fragte einfach mal inwiefern er über das Thema überhaupt bescheid wisse. Es stellte sich heraus dass er durchaus gewisses Verständnis hatte. Irgendwann sagte er dann (sinngemäß), dass Sperren statt Löschen ja auch entsprechend geneigten Politikern helfe..
Währenddessen war wohl jemand, der *angeblich* aus dem Presse-Stab von Zensuschi war, auf die Gruppe zugegangen und hatte gesagt, die Veranstaltung drin sei unterbrochen worden und Zensuschi wolle mit uns reden.
Das führte in der Gruppe für die nächste Stunde zu heftigen Diskussionen (was nebenbei den Protest zum Erliegen kommen ließ), inwiefern man jetzt auf das "Angebot" eingehen sollte.
Später darauf angesprochen konnte sie sich nicht erinnern, so ein Gesprächsangebot gemacht zu haben.
Sie kam aber aus dem Gebäude heraus auf die Gruppe zu und sprach mit jemandem, der bereit war, Gesicht und Argumentationskraft für sie aufzuwenden. Ein Video davon gibt's auch.
Dabei kam dann aber von ihr nur ein ums andere Mal: Sie unterhalte sich nur mit "unserer Sprecherin Franziska Heine". Die sei schließlich Initiatorin der Petition.
Nachdem sie dann weg war, gingen die Gespräche weiter und ich hörte bei zwei, drei Leuten gewisse Frustration raus. Deswegen noch kurz:
Was wir gemacht haben, war klasse. Wir haben das Thema hoch gehalten und wir machen das jetzt weiter so, weil wir mit der Zensurinfrastruktur nicht einverstanden sind.
Die inhaltliche Arbeit muss auf persönlicher Ebene (direkte Gespräche mit PolitikerInnen und Parteien) weiterlaufen. Dazu ist es aber nötig, dass sie weiter durch Proteste unterstützt und untermauert wird.
Insofern war die Demo gestern ein voller Erfolg und sie war, wichtig für die Bewegung und unsere Arbeit gegen die Zensur.
Update: Es gibt einen Podcast der Körber-Stiftung [Teil 1] [Teil 2], ich konnte ihn aber noch nicht hören.
Update 2: Fotos von Cheshirecat.
Gegen 17:15 ging die Veranstaltung los, Zensuschi betrat das Gebäude und widmete sich kurz Ver.di, die mit ca. 10 Leuten vor dem Gebäude standen und auf die KiTa-Steiks aufmerksam machten. Gegen 18:00h hatte jemand herausgefunden, dass der Veranstaltungsraum eine Halle in einer Gebäudenische war, die man von außen über eine Treppe erreichen konnte. Außerdem hatte die Halle eine Glasfassade, sodass sich dann Piraten, Chaoten und Transpis dort versammelten und laut auf sich aufmerksam machten.
Leider gab es da Rollos, die bald heruntergelassen wurden, jedoch nicht ohne dass es jemandem gelang, ein Plakat zwischen Scheibe und Rollo zu hinterlassen.
Da der anfangs recht stressig erscheinende Polizist sich in dem Moment schon auf die Gruppe zubewegte, schlug ich dann vor, doch wieder nach vorne zu ziehen, damit wir *überhaupt* weiter demonstrieren dürften und er uns nicht einfach auflöst.
Ich unterhielt mich dann mit dem Polizisten und fragte einfach mal inwiefern er über das Thema überhaupt bescheid wisse. Es stellte sich heraus dass er durchaus gewisses Verständnis hatte. Irgendwann sagte er dann (sinngemäß), dass Sperren statt Löschen ja auch entsprechend geneigten Politikern helfe..
Währenddessen war wohl jemand, der *angeblich* aus dem Presse-Stab von Zensuschi war, auf die Gruppe zugegangen und hatte gesagt, die Veranstaltung drin sei unterbrochen worden und Zensuschi wolle mit uns reden.
Das führte in der Gruppe für die nächste Stunde zu heftigen Diskussionen (was nebenbei den Protest zum Erliegen kommen ließ), inwiefern man jetzt auf das "Angebot" eingehen sollte.
Sie kam aber aus dem Gebäude heraus auf die Gruppe zu und sprach mit jemandem, der bereit war, Gesicht und Argumentationskraft für sie aufzuwenden. Ein Video davon gibt's auch.
Dabei kam dann aber von ihr nur ein ums andere Mal: Sie unterhalte sich nur mit "unserer Sprecherin Franziska Heine". Die sei schließlich Initiatorin der Petition.
Nachdem sie dann weg war, gingen die Gespräche weiter und ich hörte bei zwei, drei Leuten gewisse Frustration raus. Deswegen noch kurz:
Was wir gemacht haben, war klasse. Wir haben das Thema hoch gehalten und wir machen das jetzt weiter so, weil wir mit der Zensurinfrastruktur nicht einverstanden sind.
Die inhaltliche Arbeit muss auf persönlicher Ebene (direkte Gespräche mit PolitikerInnen und Parteien) weiterlaufen. Dazu ist es aber nötig, dass sie weiter durch Proteste unterstützt und untermauert wird.
Insofern war die Demo gestern ein voller Erfolg und sie war, wichtig für die Bewegung und unsere Arbeit gegen die Zensur.
Update: Es gibt einen Podcast der Körber-Stiftung [Teil 1] [Teil 2], ich konnte ihn aber noch nicht hören.
Update 2: Fotos von Cheshirecat.
Zensursula gegenübertreten - Hamburg, 25.06.09, 17:00 Uhr Mon, Jun 22. 2009
Am Donnerstag (25.06.2009) ist Zensuschi in Hamburg bei der Körber-Stiftung, um mit Jörg Thadeusz über das Thema Alter verbindet Generationen zu... wasauchimmer.
Für diejenigen, die an die Generationslücke glauben, mag das der thematische Anknüpfungspunkt sein, um angesichts der Anwesenheit der heiss geliebten, künftig ehemaligen Familienministerin ein bisschen Krach zu machen.
Also lasst uns Zensursula gegenübertreten, demonstrieren und BesucherInnen des Vortrags Informationen zur Frau Ministerin vermitteln:
Zensursula gegenübertreten
Donnerstag, 25. Juni 2009, 17:00 Uhr
Körber-Stiftung
Kehrwieder 12, Hamburg (U3 Baumwall)
Aus Bremen fährt um 15:28 Uhr (am Hbf) ein Metronom nach Hamburg, in dem ich zu sitzen plane.
Für diejenigen, die an die Generationslücke glauben, mag das der thematische Anknüpfungspunkt sein, um angesichts der Anwesenheit der heiss geliebten, künftig ehemaligen Familienministerin ein bisschen Krach zu machen.
Also lasst uns Zensursula gegenübertreten, demonstrieren und BesucherInnen des Vortrags Informationen zur Frau Ministerin vermitteln:
Zensursula gegenübertreten
Donnerstag, 25. Juni 2009, 17:00 Uhr
Körber-Stiftung
Kehrwieder 12, Hamburg (U3 Baumwall)
Aus Bremen fährt um 15:28 Uhr (am Hbf) ein Metronom nach Hamburg, in dem ich zu sitzen plane.
Bremen: Löschen statt Sperren - Zensi Zensa Zensursula Sat, Jun 20. 2009
Fremdscham ist gar kein Ausdruck, wenn man dieses Lied hört ;)
Aber ehrlichgesagt treibt es das Gefühl nur auf die Spitze, dass vorgestern eben Happy Go Lucky-Politik gemacht wurde, gegen Kinderfresser und, wie las ich eben so schön in nem Tweet: Raubmordkopierterroristen.
Deswegen waren wir heute in ganz Deutschland zu hunderten auf der Straße, auch in Bremen. Ich hatte zunächst mit vielleicht 15 Leuten gerechnet, es waren dann pessimistisch geschätzt 60 bis, optimistisch, 100, was für einen Tag Mobilisierung meiner Meinung nach echt der Hammer war.
Okay, wir hatten keine Sprüche vorbereitet, aber wie soll man auch das Zugangserschwerungsgesetz in eine catchy phrase stecken?
und
sind es dann geworden. Naja und
Und selbstverständlich hatten wir für die "Abschlusskundgebung" auf dem Hillmannplatz auch keine RednerInnen und ich auch keine Rede vorbereitet, also hab' ich mich für's Eis bedankt, das mir jemand in die Hand drückte und nachdem das fertig gegessen war, versucht zusammenzufassen, wieso wir eigentlich jetzt da waren.
Alles in allem war die Demo für mich ein wahnsinniger Erfolg - vielen Dank an alle, die dabei waren.
Aber ehrlichgesagt treibt es das Gefühl nur auf die Spitze, dass vorgestern eben Happy Go Lucky-Politik gemacht wurde, gegen Kinderfresser und, wie las ich eben so schön in nem Tweet: Raubmordkopierterroristen.
Deswegen waren wir heute in ganz Deutschland zu hunderten auf der Straße, auch in Bremen. Ich hatte zunächst mit vielleicht 15 Leuten gerechnet, es waren dann pessimistisch geschätzt 60 bis, optimistisch, 100, was für einen Tag Mobilisierung meiner Meinung nach echt der Hammer war.
Okay, wir hatten keine Sprüche vorbereitet, aber wie soll man auch das Zugangserschwerungsgesetz in eine catchy phrase stecken?
Löschen / statt Sperren / Zensur hilft keinem Kind
und
Keine Zensur / Infrastruktur
sind es dann geworden. Naja und
Zensi / Zensa / Zensursula, allerdings ohne "Melodie" und so, dass ich dachte, H. hätte sich das grade spontan ausgedacht. (Oder hat er?)
Und selbstverständlich hatten wir für die "Abschlusskundgebung" auf dem Hillmannplatz auch keine RednerInnen und ich auch keine Rede vorbereitet, also hab' ich mich für's Eis bedankt, das mir jemand in die Hand drückte und nachdem das fertig gegessen war, versucht zusammenzufassen, wieso wir eigentlich jetzt da waren.
Alles in allem war die Demo für mich ein wahnsinniger Erfolg - vielen Dank an alle, die dabei waren.
Offener Brief an Marieluise Beck: Abstimmung zum Thema Internetsperren Wed, Jun 17. 2009
Liebe Marieluise,
ich bin Sebastian Raible, studiere im siebten Semester Informatik an der
Uni Bremen und bin seit 2003 Grünen-Mitglied.
Heute schreibe ich dir aber in meiner Funktion als Mitglied im Chaos
Computer Club e.V. und Vorstandsmitglied im Chaos Computer Club Bremen
e.V. sowie als Aktiver beim Arbeitskreis gegen Internetsperren und
Zensur und beim Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung.
In den vergangenen vier Wochen haben wir in Bremen massiv angefangen,
uns mit dem Thema Internetsperren zu beschäftigen. Denn unserer Meinung
nach sind die Sperren nicht nur das falsche Mittel für den Zweck, der zu
ihrer Legitimation angeführt wird. Sie sind schon jetzt auch dafür
vorgesehen, sie auf andere Bereiche auszudehnen.
Lass mich nur noch ganz kurz und oberflächlich auf die technische Seite
eingehen:
Wir müssen feststellen, dass - und so ist das auch im Gesetzentwurf zu
lesen - die jetzt geplanten Sperren lediglich zu einer "Erschwerung des
Abrufs" im Stande sind.
Will man Inhalte effektiv filtern, muss man in nächster Instanz tiefer
in die Netzwerk-Struktur eingreifen und die Vermittlung von Paketen an
bestimmte Zielrechner verhindern.
Da sich auch diese Sperre durch das Wechseln der IP-Adresse umgehen
ließe, müsste man dann anfangen, alle Inhalte, die über das Internet
übermittelt werden, einzeln auf Strafbares zu prüfen. Dazu müsste man
Verschlüsselung verbieten.
Die Zulassung der jetzt geplanten Sperren bedeutet unweigerlich den
Einstieg in eine Zensur-Spirale, an deren Ende ein Filtersystem stünde,
das wirksamer wäre als das in China.
Ich möchte damit nicht polemisch klingen, für mich und die
Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition gegen die "Indizierung
und Sperrung von Internetseiten" ist dies aber die ganz klare
Konsequenz, wenn man ein funktionierendes Filtersystem für das Internet
umsetzen möchte, da andere Herangehensweisen unwirksam wären.
Was die Darstellung von tatsächlichem oder fiktivem Kindesmissbrauch und
- -misshandlung angeht, gibt es in Deutschland, in der EU, den USA, Kanada
und Australien eine Gesetzgebung mit schweren Straftaten für die
Verbreitung und Herstellung dieser Materialien.
Ich zähle diese Länder auf, weil sich nachgewiesen die Mehrzahl der in
Skandinavien blockierten Inhalte auf Servern in diesen Ländern befinden.
Es muss also auf Grundlage der bestehenden Gesetze und internationalen
Rechtshilfeabkommen gegen die Verbreitung und vor allem die Herstellung
der Darstellungen vorgegangen werden.
So würde effektiv erreicht, was die Sperren nicht leisten können.
Indem gegen die Urheber und Verbreiter vorgegangen wird, werden
gleichzeitig alle Kommunikationskanäle ausgetrocknet. Egal, ob sie
kontrolliert und gefiltert werden oder nicht.
Ich möchte dich deswegen, im Namen des Chaos Computer Club Bremen und
seiner Mitglieder, darum bitten, gegen die Sperrung von Internetseiten
zu stimmen und dich stattdessen für
a) die Stärkung von Präventionsangeboten für Pädophile, die keine
Straftäter geworden sind,
b) die Förderung der Ursachen- und Wirkungsforschung,
c) die Verbesserung der personellen und finanziellen Ausstattung von
Strafverfolgungsbehörden im Bereich von Sexualstraftaten und
d) die Reform der Strukturen in den Strafverfolgungsbehörden, damit
sexualisierte Gewalt gezielter verfolgt werden kann
stark zu machen und gegen die Sperrung von Internetseiten zu stimmen.
Zu diesem Thema würde ich mich freuen, auch mit dir persönlich in
Kontakt zu treten.
Mit freundlichen Grüßen
Sebastian
ich bin Sebastian Raible, studiere im siebten Semester Informatik an der
Uni Bremen und bin seit 2003 Grünen-Mitglied.
Heute schreibe ich dir aber in meiner Funktion als Mitglied im Chaos
Computer Club e.V. und Vorstandsmitglied im Chaos Computer Club Bremen
e.V. sowie als Aktiver beim Arbeitskreis gegen Internetsperren und
Zensur und beim Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung.
In den vergangenen vier Wochen haben wir in Bremen massiv angefangen,
uns mit dem Thema Internetsperren zu beschäftigen. Denn unserer Meinung
nach sind die Sperren nicht nur das falsche Mittel für den Zweck, der zu
ihrer Legitimation angeführt wird. Sie sind schon jetzt auch dafür
vorgesehen, sie auf andere Bereiche auszudehnen.
Lass mich nur noch ganz kurz und oberflächlich auf die technische Seite
eingehen:
Wir müssen feststellen, dass - und so ist das auch im Gesetzentwurf zu
lesen - die jetzt geplanten Sperren lediglich zu einer "Erschwerung des
Abrufs" im Stande sind.
Will man Inhalte effektiv filtern, muss man in nächster Instanz tiefer
in die Netzwerk-Struktur eingreifen und die Vermittlung von Paketen an
bestimmte Zielrechner verhindern.
Da sich auch diese Sperre durch das Wechseln der IP-Adresse umgehen
ließe, müsste man dann anfangen, alle Inhalte, die über das Internet
übermittelt werden, einzeln auf Strafbares zu prüfen. Dazu müsste man
Verschlüsselung verbieten.
Die Zulassung der jetzt geplanten Sperren bedeutet unweigerlich den
Einstieg in eine Zensur-Spirale, an deren Ende ein Filtersystem stünde,
das wirksamer wäre als das in China.
Ich möchte damit nicht polemisch klingen, für mich und die
Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition gegen die "Indizierung
und Sperrung von Internetseiten" ist dies aber die ganz klare
Konsequenz, wenn man ein funktionierendes Filtersystem für das Internet
umsetzen möchte, da andere Herangehensweisen unwirksam wären.
Was die Darstellung von tatsächlichem oder fiktivem Kindesmissbrauch und
- -misshandlung angeht, gibt es in Deutschland, in der EU, den USA, Kanada
und Australien eine Gesetzgebung mit schweren Straftaten für die
Verbreitung und Herstellung dieser Materialien.
Ich zähle diese Länder auf, weil sich nachgewiesen die Mehrzahl der in
Skandinavien blockierten Inhalte auf Servern in diesen Ländern befinden.
Es muss also auf Grundlage der bestehenden Gesetze und internationalen
Rechtshilfeabkommen gegen die Verbreitung und vor allem die Herstellung
der Darstellungen vorgegangen werden.
So würde effektiv erreicht, was die Sperren nicht leisten können.
Indem gegen die Urheber und Verbreiter vorgegangen wird, werden
gleichzeitig alle Kommunikationskanäle ausgetrocknet. Egal, ob sie
kontrolliert und gefiltert werden oder nicht.
Ich möchte dich deswegen, im Namen des Chaos Computer Club Bremen und
seiner Mitglieder, darum bitten, gegen die Sperrung von Internetseiten
zu stimmen und dich stattdessen für
a) die Stärkung von Präventionsangeboten für Pädophile, die keine
Straftäter geworden sind,
b) die Förderung der Ursachen- und Wirkungsforschung,
c) die Verbesserung der personellen und finanziellen Ausstattung von
Strafverfolgungsbehörden im Bereich von Sexualstraftaten und
d) die Reform der Strukturen in den Strafverfolgungsbehörden, damit
sexualisierte Gewalt gezielter verfolgt werden kann
stark zu machen und gegen die Sperrung von Internetseiten zu stimmen.
Zu diesem Thema würde ich mich freuen, auch mit dir persönlich in
Kontakt zu treten.
Mit freundlichen Grüßen
Sebastian
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Defined tags for this entry: arbeitskreis, bremen, brief, ccc, internet, politics, sperre, zensur, zensursula, zugerschwg

Piratenpartei will sich in Bremen gründen Mon, Jun 1. 2009
Die Piraten in Bremen haben vergangenen Dienstag beschlossen, endlich einen Landesverband zu gründen.
Scheinbar sind jetzt auch endlich genug Leute zusammen gekommen, um die Gründung möglich zu machen.
Scheinbar sind jetzt auch endlich genug Leute zusammen gekommen, um die Gründung möglich zu machen.
03.06., 20.00 Uhr, Leierkasten: Annahme der Satzung, Wahl des Wahlleiters, Beschluss über Gründung am 24.06., Ort der GründungsversammlungPiratenpartei Bremen
17.06., 20.00 Uhr, Leierkasten: Planung der Gründung, Pressetext, mögl. Pressetermin usw.
24.06. Gründungsversammlung
Zensursula-Petition: Argumentationshilfe Mon, May 25. 2009
Als wir am 15.05.09 den Infostand zur Zensursula-Petition in der Bremer Innenstadt hatten, sprachen S. und ich mit zwei Musikerinnen, die sehr angetan schienen und uns auch zustimmten, dem Petitionstext so aber nicht folgen wollten.
In der Argumentation haben wir immer gesagt:
Im Laufe der drei Tage Kirchentag wurde mir dann klar, wieso die beiden Musikerinnen möglicherweise nicht unterschrieben hatten:
Diese Forderungen finden sich nicht in der Petition wieder, da diese sich nur gegen das Gesetz wendet.
Also bin ich im Laufe der Zeit dazu übergegangen, auch zu versichern, dass unsere Organisationen (CCC, CCCHB, FoeBuD, AK-Vorrat, weil ich für diese verschiedenen Organisationen als Ansprechpartner am Stand bzw. in der Stadt war) bei der Arbeit gegen die Zensur auch die nicht im Petitionstext enthaltenen Punkte weiter forcieren.
In der Argumentation haben wir immer gesagt:
- mehr Geld für die betroffenen Strafverfolgungsbehörden
- mehr Geld für Präventionsangebote für Pädophile, die Kindern nichts antun wollen
- keine Zensurinfrastruktur sondern gezielte Löschung der Inhalte und Verfolgung von Tätern auf Grundlage bestehender Gesetze
Im Laufe der drei Tage Kirchentag wurde mir dann klar, wieso die beiden Musikerinnen möglicherweise nicht unterschrieben hatten:
Diese Forderungen finden sich nicht in der Petition wieder, da diese sich nur gegen das Gesetz wendet.
Also bin ich im Laufe der Zeit dazu übergegangen, auch zu versichern, dass unsere Organisationen (CCC, CCCHB, FoeBuD, AK-Vorrat, weil ich für diese verschiedenen Organisationen als Ansprechpartner am Stand bzw. in der Stadt war) bei der Arbeit gegen die Zensur auch die nicht im Petitionstext enthaltenen Punkte weiter forcieren.
Posted by Sebastian Raible
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Defined tags for this entry: ak-vorrat, bremen, ccc, foebud, kirchentag, petition, politics, zensur, zensursula

Kirchentag 2 und 3 Mon, May 25. 2009
Freitag war dann doch definitiv weniger los als Donnerstag. A. vom FoeBuD hatte mir den Rundgang zu den 10-Punkte-Forderungen erklärt (die unser gegenwärtiger Herr Innenminister so intensiv studierte), den wir am Stand hatten (zehn kleine Aufsteller mit A4-Folien zu den Forderungen des FoeBuD). Und weil weniger los war, hatte ich dann auch Zeit, diesen Rundgang mit dem einen oder der anderen Besucherin ein Mal durch zu machen.
Die 10 Forderungen umreißen das Engagement und die Themen des FoeBuD sehr klar und versehen sie mit klar fassbaren Überschriften. Privatsphäre, Datenschutz und Bürgerrechte sind dann nur noch generelle Werte, die 10 Punkte stellen klare Forderungen bzw. Baustellen dar, auf denen wir arbeiten können. Viele der Themen wabern zwar so durch den CCC(HB), finden aber nicht die Deutlichkeit, die die FoeBuD-Forderungen darstellen.
Außer über die Bestellung des Flyers im Shop scheint es den Forderungen-Katalog noch nicht online zu geben, weil er auch gerade erst fertig geworden ist. Ich habe jetzt mal nachgefragt und hoffe, das ändert sich demnächst. Mir kam auch der Gedanke, dazu mal einen Vortrag beim CCCHB zu machen (allerdings eher so als interne Fortbildung).
Später am Nachmittag rief mich mastapasta dazu, als ein älteres Ehepaar sich sehr über den STASI 2.0-Aufkleber mit der Schäublone aufregten. Also erst ein mal Deeskalation: Die Herrschaften ausreden lassen, aber auch bestimmt und nachdrücklich darauf bestehen, selbst ausreden zu dürfen. Das meinte dann auch die Frau zu ihrem Mann. Den Jungen Mann doch mal ausreden lassen.
Wieso STASI 2.0? Weil das BKA-Gesetz die Trennung von Geheimdiensten und Polizei aufhebt.
Das saß.
Wieso die Schäublone? Weil Herr Schäuble und (weil ich das T-Shirt an hatte) Frau von der Leyen eine Medienpräsenz genießen, die wir so nicht haben. Wir sind ehrenamtlich engagiert, viele einzelne über ganz Deutschland und brauchen einen plakativen Hingucker, um auf unsere Inhalte aufmerksam zu machen.
Zugegeben dass Polemik und Provokation dazu gehören. Aber ohne diesen Aufkleber wären wir nie ins Gespräch gekommen und das finde ich gut.
Die beiden machten einen freundlichen und wesentlich ruhigeren Eindruck, als sie weiter gingen.
Am Samstag sei normalerweise nicht so viel los wie an den übrigen Tagen, meinten die erfahreneren AusstellerInnen rund um unseren Stand herum. Subjektiv war Samstag aber der vollste Vormittag von den dreien und der Stand nur noch mit drei (statt fünf wie an den Tagen zuvor) Personen besetzt.
Nachdem Freitagabend schon mastapasta mit einem von der PBC sprechen "durfte", wurde mir dieses "Vergnügen" Samstagvormittag zuteil. Quintessenz: Die PBC ist gegen Überwachung, denn sie werden ja auch staatlich überwacht. Kommt einem ja irgendwie bekannt vor, die Aussage.
Subjektiv häuften sich die Fragen nach den RFID-Schutzhüllen und anderen Gadgets, die am Stand lagen - vermutlich am Schluss noch mal das Geld raushauen, das man sich vorher aufgehoben hatte.
Um halb zwei musste ich mich dann von Rena und padeluun verabschieden und sie zuzweit allein ihrem Schicksal überlassen, weil unser Infostand/unsere Demo in der Innenstadt um 14:00 Uhr losgehen sollte.
Insgesamt hoffe ich, dass ein bisschen was von dem, was ich den Leuten versucht habe darzulegen, hängen bleibt. Zumindest so, dass beim nächsten Gespräch über Themen wie die Vorratsdatenspeicherung und die Internetzensur die Erinnerung kommt: Die Erklärung ist möglicherweise nicht so einfach wie sie einem vorgesetzt wird.
Ich würde aber sagen, dass der Kirchentag definitiv ein Ereignis ist, an dem man auch weiterhin teilnehmen sollte um so viele interessierte und aufgeschlossene Leute zu erreichen, die sich für die Entwicklung der Gesellschaft interessieren.
Die 10 Forderungen umreißen das Engagement und die Themen des FoeBuD sehr klar und versehen sie mit klar fassbaren Überschriften. Privatsphäre, Datenschutz und Bürgerrechte sind dann nur noch generelle Werte, die 10 Punkte stellen klare Forderungen bzw. Baustellen dar, auf denen wir arbeiten können. Viele der Themen wabern zwar so durch den CCC(HB), finden aber nicht die Deutlichkeit, die die FoeBuD-Forderungen darstellen.
Außer über die Bestellung des Flyers im Shop scheint es den Forderungen-Katalog noch nicht online zu geben, weil er auch gerade erst fertig geworden ist. Ich habe jetzt mal nachgefragt und hoffe, das ändert sich demnächst. Mir kam auch der Gedanke, dazu mal einen Vortrag beim CCCHB zu machen (allerdings eher so als interne Fortbildung).
Später am Nachmittag rief mich mastapasta dazu, als ein älteres Ehepaar sich sehr über den STASI 2.0-Aufkleber mit der Schäublone aufregten. Also erst ein mal Deeskalation: Die Herrschaften ausreden lassen, aber auch bestimmt und nachdrücklich darauf bestehen, selbst ausreden zu dürfen. Das meinte dann auch die Frau zu ihrem Mann. Den Jungen Mann doch mal ausreden lassen.
Wieso STASI 2.0? Weil das BKA-Gesetz die Trennung von Geheimdiensten und Polizei aufhebt.
Das saß.
Wieso die Schäublone? Weil Herr Schäuble und (weil ich das T-Shirt an hatte) Frau von der Leyen eine Medienpräsenz genießen, die wir so nicht haben. Wir sind ehrenamtlich engagiert, viele einzelne über ganz Deutschland und brauchen einen plakativen Hingucker, um auf unsere Inhalte aufmerksam zu machen.
Zugegeben dass Polemik und Provokation dazu gehören. Aber ohne diesen Aufkleber wären wir nie ins Gespräch gekommen und das finde ich gut.
Die beiden machten einen freundlichen und wesentlich ruhigeren Eindruck, als sie weiter gingen.
Am Samstag sei normalerweise nicht so viel los wie an den übrigen Tagen, meinten die erfahreneren AusstellerInnen rund um unseren Stand herum. Subjektiv war Samstag aber der vollste Vormittag von den dreien und der Stand nur noch mit drei (statt fünf wie an den Tagen zuvor) Personen besetzt.
Nachdem Freitagabend schon mastapasta mit einem von der PBC sprechen "durfte", wurde mir dieses "Vergnügen" Samstagvormittag zuteil. Quintessenz: Die PBC ist gegen Überwachung, denn sie werden ja auch staatlich überwacht. Kommt einem ja irgendwie bekannt vor, die Aussage.
Alles gude un Goddes Sägen.
Subjektiv häuften sich die Fragen nach den RFID-Schutzhüllen und anderen Gadgets, die am Stand lagen - vermutlich am Schluss noch mal das Geld raushauen, das man sich vorher aufgehoben hatte.
Um halb zwei musste ich mich dann von Rena und padeluun verabschieden und sie zuzweit allein ihrem Schicksal überlassen, weil unser Infostand/unsere Demo in der Innenstadt um 14:00 Uhr losgehen sollte.
Insgesamt hoffe ich, dass ein bisschen was von dem, was ich den Leuten versucht habe darzulegen, hängen bleibt. Zumindest so, dass beim nächsten Gespräch über Themen wie die Vorratsdatenspeicherung und die Internetzensur die Erinnerung kommt: Die Erklärung ist möglicherweise nicht so einfach wie sie einem vorgesetzt wird.
Ich würde aber sagen, dass der Kirchentag definitiv ein Ereignis ist, an dem man auch weiterhin teilnehmen sollte um so viele interessierte und aufgeschlossene Leute zu erreichen, die sich für die Entwicklung der Gesellschaft interessieren.
Kirchentag 1 Fri, May 22. 2009
Gaaanz kurzer Bericht vom ersten Tag Kirchentag (bzw. vom ersten Tag Stand auf dem Markt der Möglichkeiten) mit dem FoeBuD:
Ich hab' mir total den Mund fusslig gesabbelt aber einige interessante Gespräche geführt:
Da wir mit dem Stand mitten in CDU-Gebiet (umringt von JU, alte Union, CDU, CSU, RCDS) und direkt gegenüber vom Stand der PBC(!) haben, kamen mehrere Leute auf uns zu, einer davon sinngemäß: "boah das is ja echt eklig hier, da hab ich mich richtig gefreut euch hier zu sehen!".
Ein Medizin-Student sprach mich auf die Gesundheitskarte an, er war, wie sich dann rausstellte, RCDSler, der allerdings einen super aufgeschlossenen Eindruck machte und mit mir in den meisten Punkten meinungsmäßig nach einiger Überzeugungsarbeit übereinzustimmen schien. (Danach, die Petition zu unterschreiben hab' ich dann allerdings nicht gefragt.) Auf die Nähe zu Burschis angesprochen blieb er dann auch cool und meinte, dass die Nazis, die in den letzten Jahren durch den VDSt im RCDS Bremen gewesen seien, da jetzt raus seien. Ich trau' denen trotzdem nicht über den Weg aber der Typ zumindest war wieder mal so ein "warum bist du in dieser Partei?"-Kopfschütteln-Kandidat. Und arbeitet anscheinend bei den Affenversuchen an der Uni...
Ich habe versucht, bei den Linken und der SPD Kontakte zu knüpfen, um unsere Vortragsreihe publik zu machen - bei der Linken stieß ich erwartungsgemäß auf einen sehr aufgeschlossenen und interessierten Menschen, der auch versprach, die Veranstaltungsreihe auf der Website anzukündigen. Von der SPD war nur eine einzige Dame anwesend, die sich dann von mir einen gewissen Rant anhören musste - und das auch noch obwohl Münte doch gleich kommen sollte. Ich hab' sie dann allein gelassen, nachdem sie mir versprach, sich kurzfristig per Email zu melden.
Padeluun hat übrigens die Einladung unseres lieben Innenministers Herrn Schäuble beim Wort genommen, mit ihm zu diskutieren, wenn man diskutieren wolle und dabei ist jenes wunderbare Foto (links) entstanden. Ich konnte von dem Dialog nicht alles verstehen, weil ich taub bin, die Akustik schlecht und Schäuble leise waren, auf die Internet-Zensur angesprochen reagierte Schäuble aber schnell ärgerlich und griff zur Polemik: (sinngemäß) "wissen Sie überhaupt was man da kriegen kann, da kann man sich Bilder von Säuglingen bestellen". Etwas später dann sagte er sinngemäß, man solle doch Handeln statt Wegsehen - nicht in diesen genauen Worten aber es war nah genug, dass ich dann rief "genau, Handeln statt Wegsehen!" weil das nämlich gerade das Motto unseres Info- und Petitionsstandes in der vergangenen Woche war.
So. Jetzt Schlaf. Morgen wieder Stand.
Ich hab' mir total den Mund fusslig gesabbelt aber einige interessante Gespräche geführt:
Da wir mit dem Stand mitten in CDU-Gebiet (umringt von JU, alte Union, CDU, CSU, RCDS) und direkt gegenüber vom Stand der PBC(!) haben, kamen mehrere Leute auf uns zu, einer davon sinngemäß: "boah das is ja echt eklig hier, da hab ich mich richtig gefreut euch hier zu sehen!".
Ein Medizin-Student sprach mich auf die Gesundheitskarte an, er war, wie sich dann rausstellte, RCDSler, der allerdings einen super aufgeschlossenen Eindruck machte und mit mir in den meisten Punkten meinungsmäßig nach einiger Überzeugungsarbeit übereinzustimmen schien. (Danach, die Petition zu unterschreiben hab' ich dann allerdings nicht gefragt.) Auf die Nähe zu Burschis angesprochen blieb er dann auch cool und meinte, dass die Nazis, die in den letzten Jahren durch den VDSt im RCDS Bremen gewesen seien, da jetzt raus seien. Ich trau' denen trotzdem nicht über den Weg aber der Typ zumindest war wieder mal so ein "warum bist du in dieser Partei?"-Kopfschütteln-Kandidat. Und arbeitet anscheinend bei den Affenversuchen an der Uni...
Ich habe versucht, bei den Linken und der SPD Kontakte zu knüpfen, um unsere Vortragsreihe publik zu machen - bei der Linken stieß ich erwartungsgemäß auf einen sehr aufgeschlossenen und interessierten Menschen, der auch versprach, die Veranstaltungsreihe auf der Website anzukündigen. Von der SPD war nur eine einzige Dame anwesend, die sich dann von mir einen gewissen Rant anhören musste - und das auch noch obwohl Münte doch gleich kommen sollte. Ich hab' sie dann allein gelassen, nachdem sie mir versprach, sich kurzfristig per Email zu melden.
So. Jetzt Schlaf. Morgen wieder Stand.

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