Demo "Zensursula gegenübertreten!"

Trotz des kalten Autowaschanlagenwetters fand ich cool, dass von Anfang bis zum Ende ca. 50 Leute da waren und die Stellung gehalten haben, um zu Handeln statt Wegzusehen.
Gegen 17:15 ging die Veranstaltung los, Zensuschi betrat das Gebäude und widmete sich kurz Ver.di, die mit ca. 10 Leuten vor dem Gebäude standen und auf die KiTa-Steiks aufmerksam machten. Gegen 18:00h hatte jemand herausgefunden, dass der Veranstaltungsraum eine Halle in einer Gebäudenische war, die man von außen über eine Treppe erreichen konnte. Außerdem hatte die Halle eine Glasfassade, sodass sich dann Piraten, Chaoten und Transpis dort versammelten und laut auf sich aufmerksam machten.
Leider gab es da Rollos, die bald heruntergelassen wurden, jedoch nicht ohne dass es jemandem gelang, ein Plakat zwischen Scheibe und Rollo zu hinterlassen.
Da der anfangs recht stressig erscheinende Polizist sich in dem Moment schon auf die Gruppe zubewegte, schlug ich dann vor, doch wieder nach vorne zu ziehen, damit wir *überhaupt* weiter demonstrieren dürften und er uns nicht einfach auflöst.
Ich unterhielt mich dann mit dem Polizisten und fragte einfach mal inwiefern er über das Thema überhaupt bescheid wisse. Es stellte sich heraus dass er durchaus gewisses Verständnis hatte. Irgendwann sagte er dann (sinngemäß), dass Sperren statt Löschen ja auch entsprechend geneigten Politikern helfe..
Währenddessen war wohl jemand, der *angeblich* aus dem Presse-Stab von Zensuschi war, auf die Gruppe zugegangen und hatte gesagt, die Veranstaltung drin sei unterbrochen worden und Zensuschi wolle mit uns reden.
Das führte in der Gruppe für die nächste Stunde zu heftigen Diskussionen (was nebenbei den Protest zum Erliegen kommen ließ), inwiefern man jetzt auf das "Angebot" eingehen sollte.

Später darauf angesprochen konnte sie sich nicht erinnern, so ein Gesprächsangebot gemacht zu haben.
Sie kam aber aus dem Gebäude heraus auf die Gruppe zu und sprach mit jemandem, der bereit war, Gesicht und Argumentationskraft für sie aufzuwenden. Ein
Video davon gibt's auch.
Dabei kam dann aber von ihr nur ein ums andere Mal: Sie unterhalte sich nur mit "unserer Sprecherin Franziska Heine". Die sei schließlich Initiatorin der Petition.
Nachdem sie dann weg war, gingen die Gespräche weiter und ich hörte bei zwei, drei Leuten gewisse Frustration raus. Deswegen noch kurz:
Was wir gemacht haben, war klasse. Wir haben das Thema hoch gehalten und wir machen das jetzt weiter so, weil wir mit der Zensurinfrastruktur nicht einverstanden sind.
Die inhaltliche Arbeit muss auf persönlicher Ebene (direkte Gespräche mit PolitikerInnen und Parteien) weiterlaufen. Dazu ist es aber nötig, dass sie weiter durch Proteste unterstützt und untermauert wird.
Insofern war die Demo gestern ein voller Erfolg und sie war, wichtig für die Bewegung und unsere Arbeit gegen die Zensur.
Update: Es gibt einen
Podcast der Körber-Stiftung [Teil 1] [Teil 2], ich konnte ihn aber noch nicht hören.
Update 2: Fotos von Cheshirecat.
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