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Schon wieder so ein Aufreger: Da hat es doch tatsächlich die Frankfurter Rundschau gewagt, jemanden prominent zu Wort kommen zu lassen, der die PiratInnen.oO(und zwar alle, jedeN einzelneN persönlich!) nicht mag:
Kolumne: Piraten, nein danke!
Da bedankt sich die Frau Langer aber, für sie ist gestern nämlich
Was erlauben die Frankfurter Rundschau, da unkommentiert in einer Kolumne jemanden zu Wort kommen zu lassen, der meint,
Mal davon abgesehen, dass er durchaus valide Punkte wie ein wirtschaftliches Interesse am sogenannten geistigen Eigentum hat, hat er natürlich teilweise auch unrecht.
Aber daraus dann zu folgern, man müsse jetzt die ganze FR unernstnehmen zeugte – wäre es nicht einfach unreflektiert dahingeschrieben – von einem totalitären Gemeinschaftsverständnis. Wer darf denn dann noch was sagen? Nur noch die, die bei der Piraten-Einheitspartei-Zensurbehörde nachgefragt haben, ob ihre Meinung gefällig ist?
Ob wir es wollen oder nicht, wir leben in einer Gesellschaft, in der verschiedene Menschen verschiedene Meinungen haben. Und mit Glück lesen wir Medien, die auch mal dem
Offensichtlich kommen Themen, die PiratInnen als Piratenthemen bezeichnen.oO(und andere als Netzthemen) in der Öffentlichkeit teilweise falsch an.
Entweder Meinungsfreiheit und Meinungspluralitätvielfalt oder Totalitarismus.
jm2c
[…] Deren Anliegen betreffen die ungehinderte Nutzung des World Wide Web, jener globalen Informationsmaschine, die unser Leben verändert hat. Aber es geht um mehr als dieses Universum unnützen Wissens, in dem niemand Geld verdient außer der Porno-Industrie, die uns listenreich mit ihrem Müll versorgt. Es geht um etwas sehr Fundamentales und Hochumstrittenes zugleich, das Privateigentum. […]
Kolumne: Piraten, nein danke!
Da bedankt sich die Frau Langer aber, für sie ist gestern nämlich
Der Tag, an dem ich aufhörte, die Frankfurter Rundschau ernstzunehmen!
Was erlauben die Frankfurter Rundschau, da unkommentiert in einer Kolumne jemanden zu Wort kommen zu lassen, der meint,
[wer] Freiheit und Sozialismus [wolle, müsse] Privateigentum und Wettbewerb wollen. […] Sonst ist das Netz nur noch eine Piratensee, sprich ein Meer des Unrechts. […].
Mal davon abgesehen, dass er durchaus valide Punkte wie ein wirtschaftliches Interesse am sogenannten geistigen Eigentum hat, hat er natürlich teilweise auch unrecht.
Aber daraus dann zu folgern, man müsse jetzt die ganze FR unernstnehmen zeugte – wäre es nicht einfach unreflektiert dahingeschrieben – von einem totalitären Gemeinschaftsverständnis. Wer darf denn dann noch was sagen? Nur noch die, die bei der Piraten-Einheitspartei-Zensurbehörde nachgefragt haben, ob ihre Meinung gefällig ist?
Ob wir es wollen oder nicht, wir leben in einer Gesellschaft, in der verschiedene Menschen verschiedene Meinungen haben. Und mit Glück lesen wir Medien, die auch mal dem
sinnfreien Geschreibsel an prominenter Stelle Öffentlichkeit einräumen. Dadurch kommt es dann vielleicht mal zu einer Diskussion. Oder man merkt, was andere Leute so denken und wo man seine eigene Argumentation und Öffentlichkeitsarbeit vielleicht noch verbessern kann.
Offensichtlich kommen Themen, die PiratInnen als Piratenthemen bezeichnen.oO(und andere als Netzthemen) in der Öffentlichkeit teilweise falsch an.
Entweder Meinungsfreiheit und Meinungs
jm2c
Für Sie ausgesucht (Update) Wed, Sep 30. 2009
Heute ist wieder ein richtig schöner Tag mit dem Weser-Kurier. Zwei Artikel, die ich gelesen habe, sind die Grundlage für einen schönen Tag:
1) Viele verzichten aufs Studium
In dem Artikel geht es darum, dass die Zahl der AbiturientInnen zwar um zwanzig Prozent gestiegen ist, die Erstsemester-Studierendenzahl sich aber nur um 2,4% erhöht habe. Der Weser-Kurier führt dies mit Hilfe seines Experten vom DSW, Stefan Grob, auf die gestiegene Arbeitsbelastung durch Bologna-reformierte Studiengänge zurück. Also auf Bachelor/Master. Grob wird zitiert mit den Worten:
Also frühzeitig, as in vor dem Studium? Entschuldigung, aber wie erhöht das die Studierendenzahlen? Das führt doch nur dazu, dass sich noch mehr AbiturientInnen nicht zutrauen, ein Studium anzufangen.
Und dann natürlich der Knaller:
2) Post von der Polizei empört Ritterhuderin
Die Polizei Bremen, Dienststelle K32/Sexualdelikte hat Briefe mit einer Einladung zum freiwilligen Speicheltest rumgeschickt, es geht um einen Vergewaltigungsfall am 1. September in Burgdamm. Also erst mal weiss ich ja nicht, was ein tatsächlich freiwilliger Speicheltest bringen soll, außer eben: Indirekt sozialen Druck auf alle (Männer) ausüben, damit sie sich dem Test unterziehen. Also unfreiwillig.
Aber am besten ist das Zitat der Ritterhuderin:
Schönen Tag noch.
Update (20091012): Selbstverständlich wurde jetzt der [Mutmaßliche] Vergewaltiger festgenommen:
1) Viele verzichten aufs Studium
In dem Artikel geht es darum, dass die Zahl der AbiturientInnen zwar um zwanzig Prozent gestiegen ist, die Erstsemester-Studierendenzahl sich aber nur um 2,4% erhöht habe. Der Weser-Kurier führt dies mit Hilfe seines Experten vom DSW, Stefan Grob, auf die gestiegene Arbeitsbelastung durch Bologna-reformierte Studiengänge zurück. Also auf Bachelor/Master. Grob wird zitiert mit den Worten:
Der Bachelor zwingt einen dazu, sich sehr früh klar zu werden: Ist es das? Und wo brauche ich Hilfe?. Man solle schon
frühzeitig Coachings zu den Fragen "Wie gehe ich mit Stress um?" und "Wie schaffe ich das hohe Lernpensum?" in Anspruch nehmen.
Also frühzeitig, as in vor dem Studium? Entschuldigung, aber wie erhöht das die Studierendenzahlen? Das führt doch nur dazu, dass sich noch mehr AbiturientInnen nicht zutrauen, ein Studium anzufangen.
Und dann natürlich der Knaller:
2) Post von der Polizei empört Ritterhuderin
Die Polizei Bremen, Dienststelle K32/Sexualdelikte hat Briefe mit einer Einladung zum freiwilligen Speicheltest rumgeschickt, es geht um einen Vergewaltigungsfall am 1. September in Burgdamm. Also erst mal weiss ich ja nicht, was ein tatsächlich freiwilliger Speicheltest bringen soll, außer eben: Indirekt sozialen Druck auf alle (Männer) ausüben, damit sie sich dem Test unterziehen. Also unfreiwillig.
Aber am besten ist das Zitat der Ritterhuderin:
Inhaltlich ist nichts daran auszusetzen, mein Mann wird sich natürlich an dem Test beteiligen, doch so kann man solche Post nicht versenden. Und das steht da einfach so.
Schönen Tag noch.
Update (20091012): Selbstverständlich wurde jetzt der [Mutmaßliche] Vergewaltiger festgenommen:
Die Beamten waren im Rahmen eines DNA-Massenspeicheltests auf den 41-Jährigen aufmerksam geworden.
Von Schwarzen und Weißen Hüten Wed, Jun 24. 2009
Gar nicht schlecht, dieser 23:50-minütige (sic!) Beitrag beim SWR2-Dschungel (der allerdings schon im April lief), bei dem es endlich mal korrekt und sympathisch dargestellt um Hacker geht. fx, Harald Welte und andere sind dabei.
Bis auf die nervige pseudo-Computerstimme, die die Sendung moderiert und "schwer verständliches" erklärt ist die Sendung sehr nett und ausgewogen geworden.
Ist ja aber auch nur für Kinder, da geht es um einen Bildungsauftrag, nicht um Verbreitungszahlen und Schlagzeilen.
Bis auf die nervige pseudo-Computerstimme, die die Sendung moderiert und "schwer verständliches" erklärt ist die Sendung sehr nett und ausgewogen geworden.
Ist ja aber auch nur für Kinder, da geht es um einen Bildungsauftrag, nicht um Verbreitungszahlen und Schlagzeilen.
Nie im Leben würde ich zu Springer geh'n Thu, Jun 18. 2009
Man muss wissen, ich hatte als Schüler seit ich vielleicht 15 Jahre alt war Ambitionen, zu schreiben, bin über eine selbstverfasste Zeitung und ab 2000 eine News-Seite über Linux und Freie Software (man hätte es wohl auch Blog nennen können) aber nicht hinaus gekommen.
Jedenfalls erinnere ich mich an ein Gespräch mit meinem Vater, in dem er meinte, als junger Journalist hätte man bei der BILDzeitung viel zu lernen. Jetzt muss ich meinen Vater in Schutz nehmen: Er gehört eher zum konträren Spektrum, er meinte das glaube ich nur gut :)
Und wenn ich mit 17 mal fand, dass die Berichterstattung bei Boulevard-Magazinen auf RTL zwar beknackt, aber mitreissend war, so fand ich das auf einer rein technischen Ebene.. Genau so schätze ich auch ein, dass mein Vater das meinte. Spannende, durch Kleinigkeiten der Formulierung höchst manipulative Texte. Polemik, Hetze, Wirgefühl. Das kann die BILDzeitung.
Und jetzt muss ich noch eben klarstellen, dass ich kein Fußballfan bin und kein Fan der Toten Hosen. Mich hat dieses Lied also nie mehr interessiert als insofern, dass es eben ganz nett ist und Schwung hat. Gefällig. Sozusagen.
Also sie würden nie zu Bayern gehn und so. Ich komme mal auf den Punkt:
Also. Nicht kaufen, nicht interviewen lassen, nicht für die schreiben. Gar nichts von und für die. Höchstens um deren Hetzjagden zu archivieren und dokumentieren.
Jedenfalls erinnere ich mich an ein Gespräch mit meinem Vater, in dem er meinte, als junger Journalist hätte man bei der BILDzeitung viel zu lernen. Jetzt muss ich meinen Vater in Schutz nehmen: Er gehört eher zum konträren Spektrum, er meinte das glaube ich nur gut :)
Und wenn ich mit 17 mal fand, dass die Berichterstattung bei Boulevard-Magazinen auf RTL zwar beknackt, aber mitreissend war, so fand ich das auf einer rein technischen Ebene.. Genau so schätze ich auch ein, dass mein Vater das meinte. Spannende, durch Kleinigkeiten der Formulierung höchst manipulative Texte. Polemik, Hetze, Wirgefühl. Das kann die BILDzeitung.
Und jetzt muss ich noch eben klarstellen, dass ich kein Fußballfan bin und kein Fan der Toten Hosen. Mich hat dieses Lied also nie mehr interessiert als insofern, dass es eben ganz nett ist und Schwung hat. Gefällig. Sozusagen.
Also sie würden nie zu Bayern gehn und so. Ich komme mal auf den Punkt:
Es kann soviel passieren,nach Bayern (Die Toten Hosen)
es kann soviel geschehen.
Nur eins weiss ich hundertprozentig:
nie im Leben würde ich zu Springer gehen.
Ich meine, wenn ich 20 wär
und Volontär beim Weserkurier
und die Spex hätte schon angeklopft,
und die Redaktion der FAZ.
Und ich hätt auch schon für die ZEIT geschrieben
und wär rhetorisch topfit
und Kai Dieckmann würde bei mir
auf der Matte stehen.
Ich würde meine Tür nicht öffnen,
weil's für mich nicht in Frage kommt,
sich bei so Leuten wie der BILDzeitung,
seinen Charakter zu versauen.
Ich würde nie zur Axel Springer Presse gehen!
Ich würde nie zur Axel Springer Presse gehen!
Also. Nicht kaufen, nicht interviewen lassen, nicht für die schreiben. Gar nichts von und für die. Höchstens um deren Hetzjagden zu archivieren und dokumentieren.
Fünf Antworten für Monika Griefahn Tue, Jun 16. 2009
Fünf Antworten auf Monika Griefahns Pressemeldung zum "Erfolg" der SPD mit dem ZugangsErschwerungsGesetz:
- Die Befristung von Gesetzen bewirkt regelmäßig nur die Verschärfung oder die Streichung der Befristungen.
- Die beschlossene Zensurinfrastruktur wird ohne Zweifel mittelfristig auf andere Bereiche ausgedehnt, wie Ihnen die CDU triumphierend in ihrer Klare Kante-Pressemitteilung mitteilt. (
von der Vergewaltigung und Erniedrigung kleiner Kinder bis hin zu Urheberrechtsverletzungen
) - Punkt 2 ist insbesondere in Verbindung mit einem zu erwartenden Mehrheitswechsel nach der Bundestagswahl besonders kritisch, von anderen Mehrheiten ganz zu schweigen.
- Die SPD lässt sich auf zweierlei Weise instrumentalisieren. Einerseits als Erfüllungsgehilfe und andererseits als Hilfe für die CDU, einen vernünftigen, rechtsstaatlichen Gesetzentwurf vorzulegen. Sie verpasst das Distinktionsmerkmal für Bundestagswahl, das unmittelbar die Netz-Gemeinde auf Ihre Seite geschlagen hätte und als emotionales Thema die CDU als Zensur-Partei und ihre hinter Verbalkeule versteckte Inkompetenz entlarvt.
- Ihnen fehlt schlicht die Gesetzgebungskompetenz und das wurde Ihnen schon so oft konstatiert, dass Ihr "Erfolg" schlicht peinlich ist.
Von Welten und Ideologen Mon, Jun 1. 2009
Es ist gar nicht einfach, die ganzen Eindrücke der letzten drei, vier Wochen zu verarbeiten und sinnvoll in zusammenhängende Sätze zu stecken.
Es wäre so vieles zu sagen, auf so vieles zu antworten und so oft einzuschreiten. So vieles wäre weiterzuverbreiten und zusammenzufassen. Aber gleichzeitig erfordert es jede Menge Zeit, dies alles mitzubekommen, die Tweets zu lesen, die Mitschnitte zu gucken und Podcasts zu hören.
Von bloßen Linksammlungen, die zusammenfassen, was ich heute wieder zum Thema gelesen habe und was irgendwo vielleicht irgendwann noch mal nützlich sein könnte, halte ich nicht viel. Man muss Inhalte aufbereiten. Das Aufbereiten ist aber gerade das Problem.
Vielleicht liegt es auch daran, dass man in seriösen Zeitungen immer wieder Artikel liest, die von einer Unkenntnis zeugen, wie wir sie uns gar nicht erklären können.
Die Forderungen "an die Netzgemeinde" o.ä., doch mal Alternativen zu den Sperren anzubieten, beispielsweise (ZEIT: Wider die Ideologen des Internets!).
Es ist gar nicht einfach, seinen Forderungen Gehör zu verschaffen. Auch wenn wir vielleicht meinen, wir hätten alles umfassend dokumentiert: Meist sind die Informationen so verstreut oder so unzusammenhängend, dass ich mir vorstellen kann, wenn man nicht so tief "im Netz" drin ist, könnte es schwierig sein, da den Überblick zu behalten.
Gerade, wenn man dabei noch im Hinterkopf hat, nur "seriöse" Informationen verbreiten zu wollen. Bei Blogs ist es doch häufig so, dass man um die Seriösität der Inhalte nur aus Erfahrung weiss. Wenn einem die fehlt, nimmt man die Informationen womöglich überhaupt nicht wahr.
Aber das ist wiederum ja auch der Punkt: Seriosität muss anders bewertet werden und Informationsbeschaffung funktioniert heute anders.
Da prallen dann wirklich Welten aufeinander, wie Gero von Randow in der ZEIT im Artikel Geistesaristokratie schreibt.
PS: Zum Zusammenhalten von Informationen sind wohl am besten A-List-Blogs wie Netzpolitik geeignet.
Es wäre so vieles zu sagen, auf so vieles zu antworten und so oft einzuschreiten. So vieles wäre weiterzuverbreiten und zusammenzufassen. Aber gleichzeitig erfordert es jede Menge Zeit, dies alles mitzubekommen, die Tweets zu lesen, die Mitschnitte zu gucken und Podcasts zu hören.
Von bloßen Linksammlungen, die zusammenfassen, was ich heute wieder zum Thema gelesen habe und was irgendwo vielleicht irgendwann noch mal nützlich sein könnte, halte ich nicht viel. Man muss Inhalte aufbereiten. Das Aufbereiten ist aber gerade das Problem.
Vielleicht liegt es auch daran, dass man in seriösen Zeitungen immer wieder Artikel liest, die von einer Unkenntnis zeugen, wie wir sie uns gar nicht erklären können.
Die Forderungen "an die Netzgemeinde" o.ä., doch mal Alternativen zu den Sperren anzubieten, beispielsweise (ZEIT: Wider die Ideologen des Internets!).
Es ist gar nicht einfach, seinen Forderungen Gehör zu verschaffen. Auch wenn wir vielleicht meinen, wir hätten alles umfassend dokumentiert: Meist sind die Informationen so verstreut oder so unzusammenhängend, dass ich mir vorstellen kann, wenn man nicht so tief "im Netz" drin ist, könnte es schwierig sein, da den Überblick zu behalten.
Gerade, wenn man dabei noch im Hinterkopf hat, nur "seriöse" Informationen verbreiten zu wollen. Bei Blogs ist es doch häufig so, dass man um die Seriösität der Inhalte nur aus Erfahrung weiss. Wenn einem die fehlt, nimmt man die Informationen womöglich überhaupt nicht wahr.
Aber das ist wiederum ja auch der Punkt: Seriosität muss anders bewertet werden und Informationsbeschaffung funktioniert heute anders.
Da prallen dann wirklich Welten aufeinander, wie Gero von Randow in der ZEIT im Artikel Geistesaristokratie schreibt.
PS: Zum Zusammenhalten von Informationen sind wohl am besten A-List-Blogs wie Netzpolitik geeignet.
Posted by Sebastian Raible
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Zensursula in der FAZ Mon, May 25. 2009
Wir sind Helden. Soviel steht auch für die FAZ fest. Nur dass die das wohl sarkastisch meinen.
FAZ: Internetszene: Wir sind Helden
Mal in verständliches Deutsch übersetzt und von Leyenhaftigkeit befreit:
Die "Stoppserver" können ja nicht erscheinen, wenn man ihre IP-Adresse nicht kennt. Die ganze Debatte dreht sich doch darum, die Namensauflösung per DNS auf diese "Stoppserver" umzubiegen. Ohne IP kein STOPP!schild.
Was bisher als eines der Horrorszenarien galt: Vorratsspeicherung der Daten von Surfern, die auf die gesperrten Seiten zugreifen und auf das STOPP!schild treffen, wird mit dem Euphemismus der "Strafverfolgung" beschönt. Welche Strafverfolgung denn, wenn ich kein Verbrechen begangen habe? Und fällt euch eigentlich auf, dass ihr die Beweislast umkehrt? Jemand hat nichts verbotenes gesehen, ihr habt keinen Beweis dafür dass er willentlich auf den Inhalt gestoßen ist und ihr wollt ihn strafverfolgen.
[..] die laut dem Gesetzentwurf geplanten Stoppserver, die beim versuchten Zugriff auf kinderpornographische Inhalte ein Stoppschild zeigen sollen, könnten ins Visier von Hackern geraten. Recht schnell dürften nämlich deren IP-Adressen bekannt werden. Mit automatisierten Massenanfragen könnten die Server lahmgelegt werden. Der dabei produzierte Datenmüll würde die geplante Strafverfolgung zusätzlich erschweren.
FAZ: Internetszene: Wir sind Helden
Mal in verständliches Deutsch übersetzt und von Leyenhaftigkeit befreit:
Die "Stoppserver" können ja nicht erscheinen, wenn man ihre IP-Adresse nicht kennt. Die ganze Debatte dreht sich doch darum, die Namensauflösung per DNS auf diese "Stoppserver" umzubiegen. Ohne IP kein STOPP!schild.
Was bisher als eines der Horrorszenarien galt: Vorratsspeicherung der Daten von Surfern, die auf die gesperrten Seiten zugreifen und auf das STOPP!schild treffen, wird mit dem Euphemismus der "Strafverfolgung" beschönt. Welche Strafverfolgung denn, wenn ich kein Verbrechen begangen habe? Und fällt euch eigentlich auf, dass ihr die Beweislast umkehrt? Jemand hat nichts verbotenes gesehen, ihr habt keinen Beweis dafür dass er willentlich auf den Inhalt gestoßen ist und ihr wollt ihn strafverfolgen.
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inauguration day Tue, Jan 20. 2009
Wirklich befremdlich, diese Art und Weise, mit der auf n-tv über den Inauguration Day, also den Tag der Amtseinführung, berichtet wird. Aber vermutlich nur, weil ich diesen People-Journalismus als (Privat-)Fernsehentwöhnter nicht mehr gewöhnt bin..
Wahrscheinlich nicht nur mir erwächst der Eindruck, dass dieser Heilsbringer, diese Lichtgestalt, ein richtig schweres Los haben wird, die Erwartungen zu befriedigen, die an ihn gestellt werden.
YT: Gene Robinson's Prayer Kicks off Inaugural Events (via Democracy Now! und gefunden beim schwulen Magazin hx.com)
Gene Robinson ist offen homosexuell. Seine Ansprache wurde scheinbar nicht von HBO übertragen - obwohl die ansonsten die ganze Veranstaltung übertragen haben.
Aber davon wollte ich ja gar nicht reden, das flog nur grade über den Democracy Now!-Livestream zu mir rein.
Auf der anderen Seite kann ich ja gut verstehen, wenn Menschen auf der ganzen Welt vor dem Hintergrund der vergangenen Jahre ihre Erleichterung geradezu aus sich heraus schreien wollen.
Es ist fast ein "wir sind wieder wer"-Gefühl, so amerikanisiert wie wir auf der ganzen Welt sind, wenn die medial präsente Mehrheit in den USA jetzt wieder von Freiheit singt..
Da will man nicht daran denken, was für einen Arsch voll Arbeit für diesen Präsidenten in den USA allein ansteht und dass er eben nicht der Weltpräsident ist sondern seine vorrangige Aufgabe ist, die USA wieder - politisch, philosophisch, wirtschaftlich und wissenschaftlich - aus dem Mittelalter raus zu holen.
...vielleicht färbt ja was ab.
Wahrscheinlich nicht nur mir erwächst der Eindruck, dass dieser Heilsbringer, diese Lichtgestalt, ein richtig schweres Los haben wird, die Erwartungen zu befriedigen, die an ihn gestellt werden.
[..] and the understanding that our new president is a human being, not a messiah [..]
YT: Gene Robinson's Prayer Kicks off Inaugural Events (via Democracy Now! und gefunden beim schwulen Magazin hx.com)
Gene Robinson ist offen homosexuell. Seine Ansprache wurde scheinbar nicht von HBO übertragen - obwohl die ansonsten die ganze Veranstaltung übertragen haben.
Aber davon wollte ich ja gar nicht reden, das flog nur grade über den Democracy Now!-Livestream zu mir rein.
Auf der anderen Seite kann ich ja gut verstehen, wenn Menschen auf der ganzen Welt vor dem Hintergrund der vergangenen Jahre ihre Erleichterung geradezu aus sich heraus schreien wollen.
Es ist fast ein "wir sind wieder wer"-Gefühl, so amerikanisiert wie wir auf der ganzen Welt sind, wenn die medial präsente Mehrheit in den USA jetzt wieder von Freiheit singt..
Da will man nicht daran denken, was für einen Arsch voll Arbeit für diesen Präsidenten in den USA allein ansteht und dass er eben nicht der Weltpräsident ist sondern seine vorrangige Aufgabe ist, die USA wieder - politisch, philosophisch, wirtschaftlich und wissenschaftlich - aus dem Mittelalter raus zu holen.
...vielleicht färbt ja was ab.
Posted by Sebastian Raible
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