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Zur Bildbearbeitung benutze ich vor allem The Gimp und andere Freie Software. Ich will nicht sagen "weil meine Ansprüche gering sind", denn das sind sie nicht, aber für meine Zwecke reichten die Features immer noch aus. Ich benutze also kein Photoshop, deswegen ist wohl eine der Neuerungen, die in den letzten Jahren Einzug gehalten haben, an mir vorbei gegangen. Aber von Anfang an:
In der Berufungskommission (BK) Computergrafik, die heute Mittag stattfand, stellte sich die in Tel Aviv aufgewachsene Russin Olga Sorkine vor.
So eine BK fängt an mit einer Vorlesung, wie sie typischerweise im Grund-/Bachelorstudium anzutreffen wäre. Im Anschluss folgt ein wissenschaftlicher Fachvortrag, der die Forschungs-Eignung der Bewerberin darlegen soll.
Die Vorlesung war interessant und gut aber richtig spannend, es ging um die Grundlagen von 3D wurde es beim wissenschaftlichen Vortrag. Dort zeigte Frau Sorkine, woran sie für ihren PhD und überhaupt in den letzten Jahren geforscht hat.
Beim Skalieren von Bildern werden normalerweise die Bildinhalte in zwei Dimensionen gestaucht oder gestreckt. Damit bleiben die Proportionen von Objekten normalerweise nicht erhalten. Aus einem Ball wird ein Oval oder ein Ei, aus einem Quadrat ein Rechteck usw.
Seit einiger Zeit gibt es also in Foto-Bearbeitungssoftware wie Photoshop "intelligente" Tools zum Verändern der Größe von Bildern, die die Proportionen von Objekten im Bild erhalten sollen.
Im einfachsten Fall kann man wohl davon ausgehen, dass die wesentlichen Inhalte auf Fotos und Filmen sich immer in der Mitte befinden, so zwischen dem oberen und unteren Drittel (goldener Schnitt und so). Man kann also einfach an den Rändern Inhalte stauchen oder Strecken und es wird kaum auffallen.
Besonders verlässlich ist das aber nicht, deswegen nehmen intelligentere Tools eine Merkmalsanalyse des Bildes vor. Dabei entstehen "saliency maps", also Karten des Bildes, die die wichtigsten Regionen kennzeichnen. Man verändert dann nur die weniger "wichtigen" Teile des Bildes, sodass die (für unsere Wahrnehmung) wesentlichen Bildregionen (und damit die Proportionen der Objekte, auf die wir achten) erhalten bleiben.
Die saliency maps, die in den von Frau Sorkine vorgestellten Arbeiten verwendet wurden, basieren auf der Kombination verschiedener Merkmalsfilter, dadurch sind die Ergebnisse besonders sehenswert.
Die oben vorgestellten Algorithmen arbeiten vor allem auf statischen Bildern. Deswegen sind besonders Firmen wie Adobe an der Forschung beteiligt. In der letzten Zeit hat sich der Fokus der Forscherin dann aber zu Bewegtbildern bewegt, wo ähnliche Prinzipien verwendet werden, allerdings eben gerade bewegte Bereiche von besonderer Wichtigkeit sind.
Firmen wie Disney haben ein großes Interesse daran, alte Filme für moderne Plattformen zu "retarget"en, also sollen Inhalte, die in 4:3 entstanden sind, auf 16:9 oder mobilen Plattformen mit geringerem Kontrast neu vermarktet werden.
Sport-Fernsehsender wollen ihre Übertragungen in Echtzeit für unterschiedliche Plattformen aufbereiten, . o O ( Wir wollen ja alle die WM auf dem Handy glotzen, wisst ihr ja. ) allerdings sind die Berechnungen im Moment so aufwendig, dass sie – zumindest mit der Methode, an der Frau Sorkine mitgearbeitet hat – nicht in Echtzeit ablaufen können. Es scheint aber Methoden zu geben, die auf aktuellen Rechnern annehmbare Ergebnisse zeigen.
Ich bin ja kein Video-Typ – ist einfach nicht mein Medium – aber mich ich finde diese Methoden sehr spannend, denn irgendwo ist da dann ja doch noch ein kleinerBiologeBlümchenpflücker in mir, den die Funktionsweise des menschlichen Gehirns bei der visuellen Wahrnehmung interessieren.
Die Berufungskommissionen werden übrigens in der Regel per Email angekündigt und jedeR StudentIn kann daran teilnehmen und Vorlesung und Vortrag bewerten.
In der Berufungskommission (BK) Computergrafik, die heute Mittag stattfand, stellte sich die in Tel Aviv aufgewachsene Russin Olga Sorkine vor.
So eine BK fängt an mit einer Vorlesung, wie sie typischerweise im Grund-/Bachelorstudium anzutreffen wäre. Im Anschluss folgt ein wissenschaftlicher Fachvortrag, der die Forschungs-Eignung der Bewerberin darlegen soll.
Die Vorlesung war interessant und gut aber richtig spannend, es ging um die Grundlagen von 3D wurde es beim wissenschaftlichen Vortrag. Dort zeigte Frau Sorkine, woran sie für ihren PhD und überhaupt in den letzten Jahren geforscht hat.
Beim Skalieren von Bildern werden normalerweise die Bildinhalte in zwei Dimensionen gestaucht oder gestreckt. Damit bleiben die Proportionen von Objekten normalerweise nicht erhalten. Aus einem Ball wird ein Oval oder ein Ei, aus einem Quadrat ein Rechteck usw.
Seit einiger Zeit gibt es also in Foto-Bearbeitungssoftware wie Photoshop "intelligente" Tools zum Verändern der Größe von Bildern, die die Proportionen von Objekten im Bild erhalten sollen.
Im einfachsten Fall kann man wohl davon ausgehen, dass die wesentlichen Inhalte auf Fotos und Filmen sich immer in der Mitte befinden, so zwischen dem oberen und unteren Drittel (goldener Schnitt und so). Man kann also einfach an den Rändern Inhalte stauchen oder Strecken und es wird kaum auffallen.
Besonders verlässlich ist das aber nicht, deswegen nehmen intelligentere Tools eine Merkmalsanalyse des Bildes vor. Dabei entstehen "saliency maps", also Karten des Bildes, die die wichtigsten Regionen kennzeichnen. Man verändert dann nur die weniger "wichtigen" Teile des Bildes, sodass die (für unsere Wahrnehmung) wesentlichen Bildregionen (und damit die Proportionen der Objekte, auf die wir achten) erhalten bleiben.
Die saliency maps, die in den von Frau Sorkine vorgestellten Arbeiten verwendet wurden, basieren auf der Kombination verschiedener Merkmalsfilter, dadurch sind die Ergebnisse besonders sehenswert.
Die oben vorgestellten Algorithmen arbeiten vor allem auf statischen Bildern. Deswegen sind besonders Firmen wie Adobe an der Forschung beteiligt. In der letzten Zeit hat sich der Fokus der Forscherin dann aber zu Bewegtbildern bewegt, wo ähnliche Prinzipien verwendet werden, allerdings eben gerade bewegte Bereiche von besonderer Wichtigkeit sind.
Firmen wie Disney haben ein großes Interesse daran, alte Filme für moderne Plattformen zu "retarget"en, also sollen Inhalte, die in 4:3 entstanden sind, auf 16:9 oder mobilen Plattformen mit geringerem Kontrast neu vermarktet werden.
Sport-Fernsehsender wollen ihre Übertragungen in Echtzeit für unterschiedliche Plattformen aufbereiten, . o O ( Wir wollen ja alle die WM auf dem Handy glotzen, wisst ihr ja. ) allerdings sind die Berechnungen im Moment so aufwendig, dass sie – zumindest mit der Methode, an der Frau Sorkine mitgearbeitet hat – nicht in Echtzeit ablaufen können. Es scheint aber Methoden zu geben, die auf aktuellen Rechnern annehmbare Ergebnisse zeigen.
Ich bin ja kein Video-Typ – ist einfach nicht mein Medium – aber mich ich finde diese Methoden sehr spannend, denn irgendwo ist da dann ja doch noch ein kleiner
Die Berufungskommissionen werden übrigens in der Regel per Email angekündigt und jedeR StudentIn kann daran teilnehmen und Vorlesung und Vortrag bewerten.
Siehe
Alter Sack TM Wed, Oct 21. 2009
Ich glaube, ich bin in diesem Semester endgültig zum Alten Sack™ geworden.
Früher, ich meine damals, fand ich die Leute, die irgendwo in Sphären von 5 und mehr Semestern schwebten, schon immer komisch. Konnte mir auch irgendwie gar nicht vorstellen, wie man so ewig studieren kann, und was man im Hauptstudium macht auch nicht und überhaupt: Was macht man denn dann bitte, wenn man im 8. Semester ist oder darüber?
Jetzt bin ich im 8. Semester (sic) und weiss, was man da so macht und komme mir in manchen Veranstaltungen wie ein Alien vor. Und erinnere mich an mein erstes Semester zurück, als so ein damaliger Alter Sack™ in einer Veranstaltung so locker mit dem Dozenten (oder war's ne Tutorin?) sprach. Und daran, dass ich das irgendwie befremdlich fand. So typisches Alter Sack™-Verhalten eben.
Und jetzt sitze ich hier, gehe auch nicht mehr oft in die Mensa, weil ich schon sieben Semester lang angestanden habe; würde bei der nächsten Demo gegen Studiengebühren, Bachelor oder ähnliches wohl auch "dafür bin ich zu alt" oder "das ist bei mir eh bald vorbei" oder "das betrifft mich nicht mehr" antworten wenn mich so ein junger engagierter Studi (wie ich damals) anspricht und mir sagt, ich solle doch zur Vollversammlung kommen oder ich solle doch mitdemonstrieren. … Immerhin kann ich sagen, dass ich das zu meiner Zeit selbst noch gemacht habe – die Alten Säcke™, die mir damals diese Antworten geliefert haben, fand ich einfach nur kauzig oder arrogant oder ignorant, weil sie nix machten.
Und jetzt ertappe ich mich selber dabei, wie ich dem Prof so eine lockere Antwort geben möchte – aus dem Ärmel geschüttelt. Oder wie ich sage, ich würde für die ESO nichts machen und ich würde nicht zum Erstsemesterfrühstück kommen wollen. Ich denke mir: Der denkt jetzt genau das, was ich damals gedacht habe.
Also versucht uns… mir das Alter Sack™sein nachzusehen. Ich stehe etwas mehr als ein Jahr vor meinem Abschluss (wenn mein Masterplan funktioniert), muss nicht mal mehr 40CP Scheine machen (plus Projekt) und überlege, was ich in meinen letzten zwei regulären Semestern wohl für Themenfelder für die DA oder was auch immer ich danach mache, erschließen sollte. Ich habe jetzt Scheuklappen auf und will langsam fertig werden.
Ich finde das darf ich jetzt auch.
Früher, ich meine damals, fand ich die Leute, die irgendwo in Sphären von 5 und mehr Semestern schwebten, schon immer komisch. Konnte mir auch irgendwie gar nicht vorstellen, wie man so ewig studieren kann, und was man im Hauptstudium macht auch nicht und überhaupt: Was macht man denn dann bitte, wenn man im 8. Semester ist oder darüber?
Jetzt bin ich im 8. Semester (sic) und weiss, was man da so macht und komme mir in manchen Veranstaltungen wie ein Alien vor. Und erinnere mich an mein erstes Semester zurück, als so ein damaliger Alter Sack™ in einer Veranstaltung so locker mit dem Dozenten (oder war's ne Tutorin?) sprach. Und daran, dass ich das irgendwie befremdlich fand. So typisches Alter Sack™-Verhalten eben.
Und jetzt sitze ich hier, gehe auch nicht mehr oft in die Mensa, weil ich schon sieben Semester lang angestanden habe; würde bei der nächsten Demo gegen Studiengebühren, Bachelor oder ähnliches wohl auch "dafür bin ich zu alt" oder "das ist bei mir eh bald vorbei" oder "das betrifft mich nicht mehr" antworten wenn mich so ein junger engagierter Studi (wie ich damals) anspricht und mir sagt, ich solle doch zur Vollversammlung kommen oder ich solle doch mitdemonstrieren. … Immerhin kann ich sagen, dass ich das zu meiner Zeit selbst noch gemacht habe – die Alten Säcke™, die mir damals diese Antworten geliefert haben, fand ich einfach nur kauzig oder arrogant oder ignorant, weil sie nix machten.
Und jetzt ertappe ich mich selber dabei, wie ich dem Prof so eine lockere Antwort geben möchte – aus dem Ärmel geschüttelt. Oder wie ich sage, ich würde für die ESO nichts machen und ich würde nicht zum Erstsemesterfrühstück kommen wollen. Ich denke mir: Der denkt jetzt genau das, was ich damals gedacht habe.
Also versucht uns… mir das Alter Sack™sein nachzusehen. Ich stehe etwas mehr als ein Jahr vor meinem Abschluss (wenn mein Masterplan funktioniert), muss nicht mal mehr 40CP Scheine machen (plus Projekt) und überlege, was ich in meinen letzten zwei regulären Semestern wohl für Themenfelder für die DA oder was auch immer ich danach mache, erschließen sollte. Ich habe jetzt Scheuklappen auf und will langsam fertig werden.
Ich finde das darf ich jetzt auch.
Offener Brief an die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bezüglich Ihrer Rede bei der Verleihung des Preises für soziales Engagement des Studentenwerks Hannover Sun, Jun 14. 2009
Sehr geehrte Frau von der Leyen,
ich werde jetzt mal so tun, als hätten Sie am Freitag bei Ihrer Laudatio zur Verleihung desSozialpreises des Deutschen StudentenwerksStudentenwerkspreis für soziales Engagement des Studentenwerks Hannover direkt mich angesprochen, obwohl ich weiss, dass Sie nicht mich persönlich angesehen haben sondern in die Richtung der Gruppe von Demonstrantinnen und Demonstranten sprachen.
Ich möchte mir über dies nicht anmaßen, für alle Anwesenden zu sprechen.
Falls Sie sich nicht erinnern sollten, was sie gesagt haben, ich habe nach bestem Wissen und Gewissen versucht, ihre Rede zu transkribieren. Leider war die Aufnahme am Anfang nicht ganz vollständig.
Das Bild, das Sie gleich zu Anfang benutzen, hat einen gewaltigen Fehler, den ich Ihnen mit meinem Zuruf versuchte, zu verdeutlichen. In der Argumentation, die ich in den vergangenen Wochen benutzt habe, funktioniert das Bild wie folgt:
Wenn in einer Videothek illegale Videos gehandelt werden, gehe ich nicht hin, hänge die Fenster zu und sperre den Stadtteil ab. Ich gehe rein, beschlagnahme die Materialien und gehe gegen Urheber, Besitzer und Verbreiter vor.
Daraus, dass Sie und Ihr Kollege Herr Schäuble (wie auf dem Kirchentag geschehen) bei jeder Gelegenheit, bei der Sie mit einer ablehnenden Haltung zu den von Ihnen geplanten Sperren konfrontiert werden, wieder die selben ekelhaften Bilder heranziehen, schließe ich, schloss Ihr Nachredner und schlossen - so hoffe ich - auch zumindest ein Teil der Anwesenden, dass Sie sich der Kritik nicht stellen wollen.
Der Versuch, uns ein ums andere Mal in die Ecke von Vergewaltigern und Kinderquälern zu stellen, funktioniert aber garantiert am Stammtisch.
Dort funktioniert vermutlich das Kurzzeitgedächtnis nicht gut genug, um zwischen
und dem kurze Zeit vorher geäußerten, Appell
die Diskrepanz zu erkennen und Ihre zur Schau gestellte Versönlichkeit als bloße rhetorische Spielerei zu entlarven.
Ich kann es nicht hinnehmen, dass Sie als Bundesministerin große Teile der Bevölkerung mit falschen Behauptungen füttern und öffentlich ein ums andere Mal auf übelste Art und Weise Ihre Gegner diskreditieren. Das sollten Sie vor dem Hintergrund der Medienpräsenz, die Ihnen zuteil wird, nicht nötig haben.
Ihr Verhalten ist würdelos und bei Weitem dem Amt einer Bundesministerin nicht würdig. Daher fordere ich Sie hiermit auf, von diesem Amt zurückzutreten.
Mit freundlichen Grüßen
Sebastian Raible
ich werde jetzt mal so tun, als hätten Sie am Freitag bei Ihrer Laudatio zur Verleihung des
Ich möchte mir über dies nicht anmaßen, für alle Anwesenden zu sprechen.
Falls Sie sich nicht erinnern sollten, was sie gesagt haben, ich habe nach bestem Wissen und Gewissen versucht, ihre Rede zu transkribieren. Leider war die Aufnahme am Anfang nicht ganz vollständig.
Das Bild, das Sie gleich zu Anfang benutzen, hat einen gewaltigen Fehler, den ich Ihnen mit meinem Zuruf versuchte, zu verdeutlichen. In der Argumentation, die ich in den vergangenen Wochen benutzt habe, funktioniert das Bild wie folgt:
Wenn in einer Videothek illegale Videos gehandelt werden, gehe ich nicht hin, hänge die Fenster zu und sperre den Stadtteil ab. Ich gehe rein, beschlagnahme die Materialien und gehe gegen Urheber, Besitzer und Verbreiter vor.
Daraus, dass Sie und Ihr Kollege Herr Schäuble (wie auf dem Kirchentag geschehen) bei jeder Gelegenheit, bei der Sie mit einer ablehnenden Haltung zu den von Ihnen geplanten Sperren konfrontiert werden, wieder die selben ekelhaften Bilder heranziehen, schließe ich, schloss Ihr Nachredner und schlossen - so hoffe ich - auch zumindest ein Teil der Anwesenden, dass Sie sich der Kritik nicht stellen wollen.
Der Versuch, uns ein ums andere Mal in die Ecke von Vergewaltigern und Kinderquälern zu stellen, funktioniert aber garantiert am Stammtisch.
Dort funktioniert vermutlich das Kurzzeitgedächtnis nicht gut genug, um zwischen
Sie sind verantwortlich dafür, dass die Bilder von vergewaltigten Kindern [(weiter im Internet zugänglich bleiben?)]
und dem kurze Zeit vorher geäußerten, Appell
wenn Sie Ihre Fachlichkeit, Ihre Fähigkeit als Chaos Computer Club im Internet einsetzen würden, um genau dieses zu verhindern, dann wäre Ihr Engagement an der richtigen Stelle
die Diskrepanz zu erkennen und Ihre zur Schau gestellte Versönlichkeit als bloße rhetorische Spielerei zu entlarven.
Ich kann es nicht hinnehmen, dass Sie als Bundesministerin große Teile der Bevölkerung mit falschen Behauptungen füttern und öffentlich ein ums andere Mal auf übelste Art und Weise Ihre Gegner diskreditieren. Das sollten Sie vor dem Hintergrund der Medienpräsenz, die Ihnen zuteil wird, nicht nötig haben.
Ihr Verhalten ist würdelos und bei Weitem dem Amt einer Bundesministerin nicht würdig. Daher fordere ich Sie hiermit auf, von diesem Amt zurückzutreten.
Mit freundlichen Grüßen
Sebastian Raible
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Defined tags for this entry: appell, brief, ccc, cite, engagement, hannover, politics, preis, quotation, rücktritt, sozial, speech, studentenwerk, uni, zensur, zensursula

Zensursula und die Verbalkeule Sat, Jun 13. 2009
Von Zensuschi wurde schon früher geschrieben, wie manipulativ und platt ihre "Argumentation" sei, doch es fiel mir schwer, mir davon so ein Bild zu machen, wie ich es mir gestern machen durfte.
Eigentlich waren wir zum Sommertreffen des AK-Vorrat in Hannover unterwegs gewesen. Beim Kulturzentrum Faust angekommen, fanden wir dann aber, als wir endlich das riesige A4-AK-Vorrat-Schild entdeckt hatten, nur den Verweis "Wir sind bei Zensursula an der Uni" mit Wegbeschreibung und Handynummer von M. aus H.
Die Laienministerin war als Laudatorin für denSozialpreis des Deutschen StudentenwerksStudentenwerkspreis für soziales Engagement des Studentenwerks Hannover eingeladen, die Veranstaltung war offen, also waren AK-Vorrat, CCC Hannover, S. und ich vom CCC Bremen und jede Menge FachschaftlerInnen und AStA-Sumpf aus Hannover vor Ort, viele davon mit Zensursula-Shirt "under cover", das durch das Ausziehen des Hemdes noch effektvoll zur Schau gestellt werden konnte.
Als Zensuschi dann die Bühne enterte, entertenAStA-Aktivisten die Ballustrade hinter der Bühne und hingen ein Transparent mit dem Zensursula-Logo und den Worten

auf. Der aus unseren Reihen aufklingende Applaus machte Zensuschi darauf aufmerksam und sie wandte sich uns zu, erklärte, dass wir hier gegen die Zensur protestieren würden (nicht in den Worten) und erklärte dann mit ganz vielen Bildern, worum es eigentlich geht.
M. vom AK-V Hannover hat dann sein Diktiergerät eingeschaltet und hier ist das Transkript der Aufnahme:

Studentenwerkspreis für soziales Engagement des Studentenwerks Hannover
Ich habe mich danach dann bei dem Herren, der die Verleihung der Preise durchgeführt hat und uns nach Zenuschis Rede fast heldenhaft und bemerkenswert deutlich in Schutz genommen hat, bedankt für seine souveräne und ausgleichende Reaktion, woraufhin er meinte, er hätte ja Verständnis, er hätte selbst als Student die eine oder andere Veranstaltung gesprengt. Wobei wir das natürlich nicht getan haben.. Jedenfalls lud er uns ein, zu bleiben und einen schönen Abend zu verbringen.
Nachdem ich mittlerweile etwas länger über die Reaktion Zensuschis nachgedacht habe, frage ich mich immer mehr, wieso sie uns nicht einfach ignoriert hat, gesagt hat, das sei an der Stelle nicht angebracht und ein anderes Thema.
Warum ging sie so außerordentlich lang auf uns ein, setzte an, zu ihrem eigentlichen Text zu kommen, nur um dann doch noch mal zu uns über zu schwenken?
Es waren (außer vielleicht privat im Publikum) keine Pressevertreter anwesend.
Ich glaube, wir haben sie deutlich aus dem Konzept gebracht. Damit hatte sie nicht gerechnet.
Update: Mittlerweile hat fefe die Bilder zugeschickt bekommen und auch die Fachschaftlerin, die mir Bilder schicken wollte, hat sie mir zukommen lassen, es sind die selben wie bei fefe. Danke K. :)
Update: Danke, Fritz, der Preis heisst "Studentenwerkspreis für soziales Engagement des Studentenwerks Hannover" und hat wohl direkt nichts mit dem DSW zu tun.
Eigentlich waren wir zum Sommertreffen des AK-Vorrat in Hannover unterwegs gewesen. Beim Kulturzentrum Faust angekommen, fanden wir dann aber, als wir endlich das riesige A4-AK-Vorrat-Schild entdeckt hatten, nur den Verweis "Wir sind bei Zensursula an der Uni" mit Wegbeschreibung und Handynummer von M. aus H.
Die Laienministerin war als Laudatorin für den
Als Zensuschi dann die Bühne enterte, enterten
Erst wenn die letzte Kritik zensiert, die letzte Satire gelöscht und der letzte Internet-User erfasst ist, werdet ihr merken, dass es im Netz immer noch Kinderpornografie gibt.
auf. Der aus unseren Reihen aufklingende Applaus machte Zensuschi darauf aufmerksam und sie wandte sich uns zu, erklärte, dass wir hier gegen die Zensur protestieren würden (nicht in den Worten) und erklärte dann mit ganz vielen Bildern, worum es eigentlich geht.
M. vom AK-V Hannover hat dann sein Diktiergerät eingeschaltet und hier ist das Transkript der Aufnahme:

[unverständlich] .. ob in der Universitätsbibliothek eine DVD ausgeliehen werden kann, wo ein zweijähriges Kind von einem Mann vergewaltigt wird [Ruf: Und Sie dann die Tür zuhalten!], wo man sieht wie das Kind gequält, mit einem Besen missbraucht wird. Wir können darüber sprechen, ob Missbrauch selbstverständlich für diese Gesellschaft wäre, dass in jedem Buchladen dieses ausliegt [Ruf: Darum geht's überhaupt nicht.] Ich bin der festen Überzeugung, meine Damen und Herren, die Würde des Menschen ist unantastbar und das gilt Online genau so wie Offline.Ursula von der Leyen am 12. Juni 2009 bei der Verleihung des
Ich bin der festen Überzeugung, dass diese Gesellschaft es sich nicht leisten kann [Applaus], dass [unverständlich] und die Würde eines Kindes, das missbraucht wird mit jedem Klick wieder geschändet wird. Aber das ist das schöne. Das ist gelebte Demokratie. Ein freies Land, in dem wir diese Auseinandersetzung auch miteinander führen. Ob es richtig ist, zu sagen, wir bündeln unsere Kräfte, um dieses Grauen - hier in Deutschland - zu ächten aber auch weltweit zu bekämpfen oder ob wir die Kräfte darin bündeln, dies zu verhindern und damit zu sagen, "diese [Dinge?] sollen weiter zugänglich sein".
Das ist gelebte Demokratie. Damit komme ich gerne zurück auf den Teil dieses Abends, der auch gelebte Demokratie ist. Das bürgerschaftliche Engagement, das hier heute Abend ausgezeichnet wird, ist die Blüte der Demokratie. Denn in totalitären Staaten hat man Angst vor bürgerschaftlichem Engagement. Totalitäre Staaten würden es niemals zulassen, dass die Menschen für ihre eigenen Angelegenheiten einstehen, indem sie sich bürgerschaftlich engagieren. Totalitäre Staaten würden niemals die Auseinandersetzung so offen führen darüber, ob wir Kinderpornographie also die Vergewaltigung von Kindern, online, offline ächten in deser Gesellschaft oder ob wir sagen "Nein, wir wollen das zulassen weil [unverständlich (wir grundsätzlich?)] der Meinung sind, Freiheit im Netz heisst unbegrenzte Freiheit". Meine Vorstellung von Freiheit ist, dass sie da endet, wo sie die Freiheit anderer mit Füßen tritt, wo sie die Würde anderer mit Füßen tritt. Die Freiheit des einzelnen ist immer eine Freiheit, die sich bezieht auch auf die Freiheit des anderen.
Und deshalb ist es so wichtig, dass gerade auch in einer solchen Universität geschult wird, [wirklich gut,?] ausgezeichnet wird, die Menschen, die sich hinstellen und sich einsetzen - nicht nur für den eigenen Vorteil, sondern auch für den Vorteil und die Beseitigung des Nachteils anderer. Das sind die Menschen, die wir heute ehren. Menschen, die die Zeit geben, [2:52] Menschen, die Kraft geben, Menschen, die Engagement zur Verfügung stellen, neben ihrem Studium, neben all den täglichen Belastungen, auch Ausgaben die sie haben, zum eigenen Wohl sich für andere einzusetzen.
Die Preisträgerinnen und Preisträger heute helfen zum Beispiel Ausländischen Studierenden, sich hier bei uns zurechtzufinden, sich zu orientieren, eine Wohnung zu finden, das geht so weit, dass, wenn dieses nicht möglich ist, sie anderen ihre auch noch mit zur Verfügung stellen, bis eine [unverständlich] gefunden ist.
Oder die Selbsthilfegruppe für Blinde und Sehbehinderte, die es geschafft hat, dass die [juristische?] Fakultät Hilfskräfte zum Vorlesen für Sehbehinderte Studenten und Studenten einstellt.
Oder eben die Studentin, die eben schon erwähnt wurde, die sich im Vorstand der Elterninitiative der Krippenkinder für gute Kinderbetreuung an den Hochschulen einsetzt. Sie war es, und da sind wir beim Thema der Gleichstellung der Frauen, dass die Suche nach einer guten Kinderbetreuung für eine junge Familie im turbulenten Alltag mit kleinen Kindern und gleichzeitig Wünschen, Erwartungen, Hoffnungen an die Wissenschaft, die sie erforscht, an die Karriere, die sie anstrebt, an den Beruf, den sie ergreifen wollen, die [unverständlich (Sollbruchstelle ist?)] ist oder aber wenn gute Kinderbetreuung vorhanden ist, die Brücke bauen kann, dass junge Menschen ihren Weg schaffen. Also aktiv sein und Raum schaffen für das Gemeinsame, [4:33] in diesem Falle eine Studentin, für das gemeinsame Krippenprojekt und Herr [???], bei dem Thema Gleichstellung: Ja, es ist ein lohnendes Ziel dieser Universität zu sagen, wir wollen von 13% Frauen auf Professuren höher kommen, [unverständlich] 20%. Ich mache Ihnen gerne ein Angebot: Mit der gleichen Leidenschaft werde ich Ihren Wunsch bei der Bundesbildungsministerin vertreten, [unverständlich] zum Beispiel auch für soziales Engagement [unverständlich] wenn wir gleichzeitig hier in den Universitäten, [5:10] wo 50% Frauen und 50% Männer in den Studiengängern vertreten sind, auch sagen muss, so muss es sein, dass selbstverständlich im gleichen Verhältnis Männer und Frauen später, am Ende der Karriere in den Professuren sind und die Hälfte des Himmels gehört beiden Geschlechtern [...]
[Aus Zeit- und Frustrationsgründen hier nicht weiter transkribiert, es geht aber weiter um Engagement und wie wertvoll dies für die Gesellschaft aber auch lohnend für den oder die einzelne sei.]
[10:05] Und deshalb noch mal vielleicht ein Wort zu denen, die hier heute protestieren. Die dagegen protestieren, dass - ich sag's noch mal: [Ruf: Ja bitte.] Die Bilder von Kindern, die vor laufender Kamera geschändet werden, wo vor laufender Kamera in Kauf genommen wird, dass diese Kinder an inneren Verletzungen verbluten [Ruf: Das ist doch widerlich!], das sind genau die Themen die unter "Kinderpornographie" laufen, wenn Sie Ihre Fachlichkeit, Ihre Fähigkeit als Chaos Computer Club im Internet einsetzen würden, um genau dieses zu verhindern [Ruf: Das tun wir.], dann wäre Ihr Engagement an der richtigen Stelle.
[Applaus] Aber [unverständlich (das ist falsch...)] Ich wünschte mir, das Engagement, das Sie jetzt zeigen darin, dass Sie sagen: Unter keinen Umständen darf Recht, das in der realen Welt herrscht, in der virtuellen Welt auch herrscht, [unverständlich (absolut,... Chaos)], ich wünschte mir, dass Sie dieses Engagement einsetzen würden, um mit uns auf allen Ebenen den Kampf gegen Kinderpornographie zu führen. International die Täter stellen, international die Quellen schließen aber hier in Deutschland den Massenmarkt, der Leute in Deutschland weil wir ein reiches Land sind, weil dieses Land Zeit hat und weil die Kinderschänder wissen, dass in Deutschland über diese Websites an genau diese [unverständlich, (weil sie an diesen Geld verdienen?)] indem man die Leute da rein zieht, dieses zu bekämpfen. Das wäre etwas, was ehrenvoll wäre und tatsächlich ihrer [unverständlich] würdig wäre, meine Damen und Herren.
[Ruf: Sie wiederholen immer nur wieder die selben Platitüden!]
[unverständlich] diese Diskussion, denn diese Diskussion, darüber, wo darf der Staat und das Recht und die Gesellschaft sich einmischen und wo nicht, die haben wir genau so beim Thema Finanzkrise. Beim Thema Finanzkrise oder Finanzmärkte hieß es lange:
"Mischt euch nicht ein, das ist unsere Domäne, da habt Ihr nichts zu suchen, davon versteht Ihr nichts. Unsere Produkte sind unsere [unverständlich]
Finanzwelt."
Die Folgen sehen wir heute. Und deshalb zeigt es, dass die Aufgabe der Zukunft sein wird, Demokratie, Menschenwürde, Regeln, die Respekt vor einander aufzeigen, zu diskutieren und nicht nur in der realen Welt sondern genau so konsequent in der virtuellen Welt. Ich bin der festen Überzeugung, dass gerade diese, die hier heute sich engagieren,die bürgerschaftliches Engagement zeigen, die Zeit, Kraft, Ideen, Leidenschaft, Organisation, Kommunikation für dieses Engagement jeden Tag zur Verfügung stellen, diejenigen sein werden, die in Zukunft es auch gelernt haben, unsere Demokratie, das heisst, unser Zusammenleben so zu gestalten, dass eben nicht die [unverständlich] Ökonomie unser Land beherrscht, sondern auch darüber geht, wie die Verantwortung füreinander, gelebte Verantwortung füreinander, diesem Land das richtige Gesicht geben darf. Nicht in jeder, und nicht in jeder Lebenssituation und nicht ständig ist das eigenem Engagement zu verdanken, nein, ich will an dieser Stelle auch deutlich sagen, dass wir gerade beim bürgerschaftlichen Engagement immer wieder in das Spannungsfeld zwischen "Was ist Aufgabe des Staates" und "Was ist Möglichkeit, der Eigeninitiative". Ich bin heute morgen in Göttingen gewesen zum zehnjährigen Jubiläum des bundesweiten Tafeltreffen.
[Es ist gleichzeitig gut, dass es Tafeln und Kinderbetreuung von Freiwilligen gibt und gleichzeitig eine Schande, weil das Aufgabe des Staates ist. Aber wenn BürgerInnen aktiv sind, fordern sie ein, dass der Blick des Staates "auf diese Felder gelenkt wird".]
[Ruf: Stimmt, das machen wir ja schließlich auch hier.] [Klatschen]
Sie sind verantwortlich dafür, dass die Bilder von vergewaltigten Kindern [Ruf: Falsch.] [(weiter im Internet zugänglich bleiben?)] [Ruf: (Und Sie, dass sie versteckt werden.?), 16:12] Aber heute Abend sind nicht Sie dran, sondern heute Abend sind diejenigen dran, die sich tagtäglich [Applaus]
[Demographischer Wandel, alte Familienbilder, Pflege alter Angehöriger, Krise blah]
[Sie hat da noch einen persönlichen Wunsch: "bitte machen Sie weiter" - machen wir! Aber ich glaube, sie meint uns nicht.]
Weiter so, vielen Dank.
[Applaus]
[Demonstranten betreten die Bühne und wollen antworten, Applaus, der Veranstalter steht am Rednerpult:]
Haben Sie Verständnis dafür, wir haben hier einen Abend, um Studentinnen und Studenten, die sich ganz engagiert [unverständlich] für ihre Kommilitonen einsetzen, die mit ihren Freundinnen und Freunden und ihren Eltern hier sind. Es sind Gruppen da, die selber große Handicaps zu tragen haben und sich trotzdem für Dritte engagieren. Ich glaube, durch die [Diskussion] ist Ihr Anliegen, ich weiss dass, wenn Sie so wollen, sage ich jetzt hier mit, dass Sie auch Gegner der Kinderpornographie sind, dass Sie aber aus einem Datenschutzrechtlichen Ansatz die Politik, die verfolgt wird, für nicht richtig halten. Es stellt sie hier keiner in die Ecke der Kinderpornographie aber ich glaube, dass Frau Ministerin von der Leyen gut für sich und auch die Mehrheit in diesem Raum sehr deutlich gemacht hat, dass es Momente, Verhaltensweisen und Vorgänge gibt, wo die Freiheit, die [unverständlich] anderer und hier die von Kindern beeinträchtigt und dass da eine staatliche Agenda existiert, die dieses ausschließen muss. Und ich glaube, und ich bitte um Ihr Verständnis, meine Damen und Herren, dass ich dieses Thema bei allem Verständnis für die Offenheit der Hochschule als Diskussionsforum hier nicht weiter vertiefen möchte sondern dass ich mit dem, was wir mit unseren studentischen Preisträgerinnen und Preisträgern hier vorhaben, gern fortsetzen möchte. Ich bedanke mich.
[Applaus. Sehr, sehr souveräne, pluralistische, vorsichtig kritische Antwort.]
[Demonstrant auf der Bühne weist darauf hin, dass nicht nur der Chaos Computer Club anwesend ist und demonstriert hat sondern auch viele Einzelpersonen und StudentInnen. Er bittet die Anwesenden darum, sich mit dem Thema zu beschäftigen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Applaus.]
Studentenwerkspreis für soziales Engagement des Studentenwerks Hannover
Ich habe mich danach dann bei dem Herren, der die Verleihung der Preise durchgeführt hat und uns nach Zenuschis Rede fast heldenhaft und bemerkenswert deutlich in Schutz genommen hat, bedankt für seine souveräne und ausgleichende Reaktion, woraufhin er meinte, er hätte ja Verständnis, er hätte selbst als Student die eine oder andere Veranstaltung gesprengt. Wobei wir das natürlich nicht getan haben.. Jedenfalls lud er uns ein, zu bleiben und einen schönen Abend zu verbringen.
Nachdem ich mittlerweile etwas länger über die Reaktion Zensuschis nachgedacht habe, frage ich mich immer mehr, wieso sie uns nicht einfach ignoriert hat, gesagt hat, das sei an der Stelle nicht angebracht und ein anderes Thema.
Warum ging sie so außerordentlich lang auf uns ein, setzte an, zu ihrem eigentlichen Text zu kommen, nur um dann doch noch mal zu uns über zu schwenken?
Es waren (außer vielleicht privat im Publikum) keine Pressevertreter anwesend.
Ich glaube, wir haben sie deutlich aus dem Konzept gebracht. Damit hatte sie nicht gerechnet.
Update: Mittlerweile hat fefe die Bilder zugeschickt bekommen und auch die Fachschaftlerin, die mir Bilder schicken wollte, hat sie mir zukommen lassen, es sind die selben wie bei fefe. Danke K. :)
Update: Danke, Fritz, der Preis heisst "Studentenwerkspreis für soziales Engagement des Studentenwerks Hannover" und hat wohl direkt nichts mit dem DSW zu tun.
Posted by Sebastian Raible
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Defined tags for this entry: ccc, cite, engagement, hannover, mp3, politics, preis, quotation, sozial, speech, studentenwerk, uni, zensur, zensursula

GW2-Cafete Fri, May 8. 2009
dumdidum, Milchkaffee in unserer renovierten Cafete bestellt.. Zubereitung ist noch etwas schwieriger.. "wie beim Cappucino, die Milch erst kippen, dann den Schaum mit dem Löffel".
Schmeckt dann doch irgendwie nicht so besonders. Muss an den Bohnen liegen. Die Maschine ist es wohl nicht, die sieht teuer aus. Nächstes Mal dann die Latte Macchiato für 20 Cent mehr (1,70€) probieren.
Den Gesamteindruck stören auch ein bisschen die Einheitsgarderobe und die Haarnetze^WKäppchen die die Damen da tragen.
Ach und dann bin ich mal gespannt wie lange die Polstermöbel unbeschmiert und unzerschnitten überdauern. Der Wachdienst ist bekanntlich eher träge und die Dogmatiker und Idioten recht ungeniert.
Versteht mich nicht falsch, die Formaldehydcafete mit brachliegenden Stromanschlüssen war einer meiner liebsten Plätze in der Uni. Und das Geld was da ins GW2 in die Renovierung gesteckt wurde hätte sich sicherlich auch mit etwas weniger bling fürs GW2 noch mit auf den Free Flow-Bereich der Mensa aufteilen lassen. Gah. Infarkt ist ja gar kein Ausdruck für die Mensa. Aber nett gemeint ist die neugestaltete Cafete auf jeden Fall. Und Gewalt gegen Dinge ist ja toll und so aber doch nicht bei solchen Gemeinschaftseinrichtungen. Mundaufmachen fällt aber vielen deutlich schwerer als Draufhauen. Kennen wir aber von der anderen Seite zur Genüge.
Schmeckt dann doch irgendwie nicht so besonders. Muss an den Bohnen liegen. Die Maschine ist es wohl nicht, die sieht teuer aus. Nächstes Mal dann die Latte Macchiato für 20 Cent mehr (1,70€) probieren.
Den Gesamteindruck stören auch ein bisschen die Einheitsgarderobe und die Haarnetze^WKäppchen die die Damen da tragen.
Ach und dann bin ich mal gespannt wie lange die Polstermöbel unbeschmiert und unzerschnitten überdauern. Der Wachdienst ist bekanntlich eher träge und die Dogmatiker und Idioten recht ungeniert.
Versteht mich nicht falsch, die Formaldehydcafete mit brachliegenden Stromanschlüssen war einer meiner liebsten Plätze in der Uni. Und das Geld was da ins GW2 in die Renovierung gesteckt wurde hätte sich sicherlich auch mit etwas weniger bling fürs GW2 noch mit auf den Free Flow-Bereich der Mensa aufteilen lassen. Gah. Infarkt ist ja gar kein Ausdruck für die Mensa. Aber nett gemeint ist die neugestaltete Cafete auf jeden Fall. Und Gewalt gegen Dinge ist ja toll und so aber doch nicht bei solchen Gemeinschaftseinrichtungen. Mundaufmachen fällt aber vielen deutlich schwerer als Draufhauen. Kennen wir aber von der anderen Seite zur Genüge.
Junkie Tue, Apr 21. 2009
Irgendwie komisch, wenn man jemandem einen Gefallen damit tut, ihm SPAM gesendet zu haben..
...
Veranstaltungsverzeichnis HfK Bremen [PDF]
hey du =) ... vielen Dank für die vielen schönen junkmails.
...
Daniel Bastian
ID.061 TYPOGRAFIE II / M+I - TYPOGRAFIE, LAYOUT,
VISUELLE ZEICHENSYSTEME (GS)4
[..]
Zielgruppe: ab 2. Semester
Veranstaltungsbeschreibung:
Junkie. "Junkmails" - diese elektronischen Mitteilungen aus
dem digitalen Niemandsland - sind belästigend, manchmal
obszön und eigentlich immer überflüssig.
[..] Diese Junkmails sind - so gesehen - ein
wertvoller Sensor, Indikator oder Spiegel unserer selbst.
Sie werden uns als Vorlage für typografische Inszenierungen
dienen, die zu einer Art Paperback-Edition nach Vorbild der
Pulp-Literatur führen soll. [..]
Veranstaltungsverzeichnis HfK Bremen [PDF]
Mindmaps mit XMind Sat, Mar 14. 2009
Mindmaps sind nicht jedermanns Sache. Als ich F. sagte, dass ich mir grade zum Lernen für ITSec eine Mindmap anlege, erntete ich so auch erst mal sinngemäß ein "igitt, Mindmaps".
Mindmaps rangieren in der Gunst wahrscheinlich auf einer ähnlichen Ebene wie UML- oder ER-Diagramme. ER finde ich ja selber schon eklig genug ;) - das liegt aber eher an meiner generellen und eigentlich völlig unbegründeten Abneigung gegenüber Datenbanken und deren Design..
Jedenfalls gibt es aber ja bestimmte unterschiedliche Lerntypen. Da ich davon keine Ahnung habe und mich da jetzt auch grade nicht weiterbilden wollte, nur so viel: Ich bin ziemlich visuell veranlagt und mag gerne Taxonomien und Ontologien. Mit anderen Worten: Ich habe einen gewissen Ordnungszwang oder so ;)
Wer also für sich Mindmaps entdecken möchte oder mal schauen möchte, ob Mindmaps auch ihm/ihr vielleicht liegen, kann das mit XMind machen. XMind war früher rein kommerziell, ist jetzt aber freie Software (LGPL und EPL Dual-Lizenz; es gibt eine Pro-Variante) und kommt als Eclipse-Plugin oder Standalone daher.
Die Oberfläche ist - jedenfalls auf meinen 2,4GHz-Kernen - superflink und für meine Begriffe geradezu genial intuitiv.
Leider ist das Dateiformat irgend ein Binärformat, ich würde mir ja XML wünschen. Und besonders ausgefeilte Beziehungen kann XMind leider auch nicht. Also nix mit Inheritance oder bidirektionalen Beziehungen. Aber vielleicht bin ich da eben zu Ordnungsfanatisch.
Ich bin jetzt mal gespannt, ob meine Mindmap mir für die Prüfung in ein paar Tagen hilft, ich glaube aber, unterschwellig tut sie das jetzt schon.
Was die Vorgehensweise angeht: Ich habe mir am Anfang einen Überblick über die zentralen Themen verschafft (bin an der einen oder anderen Stelle allerdings schon viel zu detailreich geworden) und mir dann weitere Themen tiefer angeschaut und die Zusammenhänge nachgetragen. So entstand jetzt schon ein recht ansehnlicher Graph.
Ich hoffe mal, euch fallen jetzt nicht irgend welche gravierenden Fehler auf ;)
Mindmaps rangieren in der Gunst wahrscheinlich auf einer ähnlichen Ebene wie UML- oder ER-Diagramme. ER finde ich ja selber schon eklig genug ;) - das liegt aber eher an meiner generellen und eigentlich völlig unbegründeten Abneigung gegenüber Datenbanken und deren Design..
Jedenfalls gibt es aber ja bestimmte unterschiedliche Lerntypen. Da ich davon keine Ahnung habe und mich da jetzt auch grade nicht weiterbilden wollte, nur so viel: Ich bin ziemlich visuell veranlagt und mag gerne Taxonomien und Ontologien. Mit anderen Worten: Ich habe einen gewissen Ordnungszwang oder so ;)
Wer also für sich Mindmaps entdecken möchte oder mal schauen möchte, ob Mindmaps auch ihm/ihr vielleicht liegen, kann das mit XMind machen. XMind war früher rein kommerziell, ist jetzt aber freie Software (LGPL und EPL Dual-Lizenz; es gibt eine Pro-Variante) und kommt als Eclipse-Plugin oder Standalone daher.
Die Oberfläche ist - jedenfalls auf meinen 2,4GHz-Kernen - superflink und für meine Begriffe geradezu genial intuitiv.
Leider ist das Dateiformat irgend ein Binärformat, ich würde mir ja XML wünschen. Und besonders ausgefeilte Beziehungen kann XMind leider auch nicht. Also nix mit Inheritance oder bidirektionalen Beziehungen. Aber vielleicht bin ich da eben zu Ordnungsfanatisch.
Ich bin jetzt mal gespannt, ob meine Mindmap mir für die Prüfung in ein paar Tagen hilft, ich glaube aber, unterschwellig tut sie das jetzt schon.
Ich hoffe mal, euch fallen jetzt nicht irgend welche gravierenden Fehler auf ;)
kurzes emanzipatorisches Intermezzo Mon, Oct 20. 2008
Ganz kurz war ich eben bei der ersten Veranstaltung "Konzeptionelle Grundlagen und Methoden der Geschlechterforschung", nämlich so lange bis die Dozentin fragte, wer "keine Zulassung" habe - was mich verwirrte weil ich sowas nicht kenne. Jedenfalls gab ich brav an, dass ich Informatik studiere und sie warf mich aus der Veranstaltung mit dem Hinweis ich hätte mich anmelden müssen, worauf ich erwiderte, dass das vorher bekanntgegeben werden sollte, was sie abschmetterte mit dem Argument das sei angekündigt gewesen "überall" und auf die Website verwies. Mein Einwand, dass ich auch von der Informationsveranstaltung nichts wusste, von der mich meine Nebensitzerin vorher in Kenntnis gesetzt hatte, wurde mit "ja das war ganz normal in der O-Woche" bedacht, was mir ja jetzt auch nicht sonderlich viel mehr brachte.
Als ich jedenfalls meinen Kram zusammenpackte und mich nach draußen begab, sagte sie noch sinngemäß zu meinen Exkommilitoninnen (die auch schon nervig genug waren): "Wenn ich rede, sind Sie still."
Spätestens dann hätte ich den Raum wohl eh verlassen.
Als ich jedenfalls meinen Kram zusammenpackte und mich nach draußen begab, sagte sie noch sinngemäß zu meinen Exkommilitoninnen (die auch schon nervig genug waren): "Wenn ich rede, sind Sie still."
Spätestens dann hätte ich den Raum wohl eh verlassen.

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